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29.11.2021 | 05:10

Nel Asa, dynaCERT, BYD – Attraktive Chancen nach dem Crash

  • Wasserstoff
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Der Markt sieht rot. Kurzfristig bestimmt natürlich der Ausbruch einer neuen Variante des Corona-Virus das Geschehen an den Märkten. Neben Aktien fallen Kryptowährungen wie Steine, sogar der sichere Hafen Gold rutscht nach anfänglichen Gewinnen in die Verlustzone. Auf lange Sicht bieten Werte aus dem Wasserstoffbereich, vor allem nach der starken Korrektur der vergangenen Monate, durch die enger geschnürten Klimaziele enormes Potenzial und werden auf den aktuellen Niveaus nach und nach wieder attraktiver.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , NEL ASA ADR/30 NK -_20 | US64026Q1085

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Inhaltsverzeichnis:


    Bereit für den Massenmarkt

    Einer der Werte, der sich nicht erst seit dem Ausbruch der südafrikanischen Corona-Variante auf Korrekturmodus befindet, ist dynaCERT. Seit dem Höchststand im Februar 2020 bei 0,93 EUR kennt der Kurs, abgesehen von einigen größeren Gegenbewegungen, nur die Richtung nach unten. Mit 0,17 EUR steht der Kurs nur minimal über seinem Jahrestief. Die Gründe dafür sind eindeutig. Der Markt wartet auf den Roll-Out, der seit 17 Jahren entwickelten und weltweit patentierten Carbon Emission Reduction Technology. Diese setzt bei der Reduzierung von Emissionen und der Verbesserung der Kraftstoffeffizienz an.

    Das daraus resultierende Produkt "HydraGen" kommt bei Verbrennungsmotoren, aktuell noch mit dem Schwerpunkt auf schwere Fahrzeuge, zum Einsatz. Hier produziert die Elektrolyseeinheit Wasser- und Sauerstoff und optimiert so die Kraftstoffverbrennung, was sowohl eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs als auch eine Reduzierung der Emissionen von bis zu 19% zur Folge hat. HydraGen ist mit vielen Arten und Größen von Dieselmotoren kompatibel, wie sie in PKW, Kühl-LKW, bei Bauarbeiten im Gelände, in der Stromerzeugung, in Bergbau- und Forstmaschinen, Schiffen und Eisenbahnloks zum Einsatz kommen.

    Zudem wurde mit HydraLytica eine intelligente Software entwickelt, die den Verbrauch aufzeichnet und analysiert. Das eingesparte CO2 können die Fuhrparkunternehmen in entsprechende Zertifikate umwandeln und verkaufen. Dabei ist das Potenzial für die nächsten Jahre aufgrund der festgelegten CO2-Rdektionsziele mit rund 100 Mio. Fahrzeugen schier unerschöpflich. Aufgrund dessen wurde der Vertrieb auf insgesamt 38 Länder global ausgerollt.

    Zumindest ein kleiner Anfang war die Implementierung der Technologie durch Sofina Foods, einem der führenden kanadischen Hersteller von primären und weiterverarbeiteten Proteinprodukten für den Einzelhandel und die Gastronomie sowie für internationale Märkte. Diese erweitern ihre DynaCert-Anlage von vier auf nunmehr zwanzig Einheiten.

    Deutlich abgeprallt

    Der Börsenstar, des Jahres 2020, der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel Asa, feierte in den vergangenen Wochen ein Comeback. Nach den Jahrestiefstständen bei 1,20 EUR verteuerte sich die Aktie auf 2,06 EUR, blieb aber hier mehrmals am markanten Widerstand des Juli-Hochs hängen. Seither legen die Norweger den Rückwärtsgang ein und befinden sich im Korridor zwischen 1,60 EUR und 1,80 EUR. Ein Abrutschen würde dabei noch einmal erhöhten Druck auf die Aktie bedeuten.

    Aus Schweden kam kürzlich ein Auftrag für ein Elektrolyseursystem, um die fossilfreie Stahlproduktion zu beschleunigen. Der Auftrag, den die Tochter Nel Hydrogen Electrolyser AS erhielt, erstreckt sich über einen alkalischen Wasserelektrolyseur mit einer Leistung von 20 MW. Geordert wurde dabei ein Auftragsvolumen von insgesamt rund 1 Mio. EUR von Ovako, einem Baustahlproduzenten, der den Elektrolyseur im firmeneigenen Werk in Hofors installieren will.

    Für den CEO von Nel Asa, Jon André Løkke, ist der Auftrag eine Bestätigung der Wichtigkeit von grünem Wasserstoff: „Es gibt ein enormes Potenzial für die Verringerung der CO2-Emissionen von Stahlheizprozessen durch den Einsatz von grünem Wasserstoff. Es gibt zahlreiche ähnliche Standorte mit einem ebenso großen Potenzial für die Dekarbonisierung in ganz Europa und den Rest der Welt“.

    Korrektur nach Höchstständen

    Selbst die seit Monaten wie am Schnürchen laufende Aktie des chinesischen Elektroautobauers BYD konnte sich der südafrikanischen Corona-Variante nicht entziehen und verlor im Handelsverlauf mehr als 5%. Dabei schloss der Wert ein in der vergangenen Woche gerissenes Aufwärts-Gap bei 34,20 EUR. Unterstützung findet der Chart bereits im Bereich um 34,00 EUR. Die Wachstumsaussichten sind weiter blendend, in Folge eines positiven Gesamtmarktes dürfte BYD auch wieder den Gang Richtung Norden antreten.

    Auf Nachrichtenebene konnte ein Großauftrag für die Lieferung von Elektrobussen nach Barcelona veröffentlicht werden. Dabei sollen 25 Elektrobusse der neuesten Generation in die katalanische Hauptstadt zwischen 2022 und 2024 durch den Verkehrsbetrieb Transportes Metropolitanos de Barcelona S. A. in Betrieb genommen werden.


    Aktuell belastet kurzfristig eine neue Corona-Variante die Märkte. Auf lange Sicht dürften jedoch aufgrund der neuen Klimaziele Aktien der Erneuerbaren Energien performen. Bei dynaCERT besteht bei einem erfolgreichen Roll-Out Potenzial, BYD dürfte bei positiven Märkten wieder den Weg nach oben antreten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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