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07.04.2025 | 05:10

Porr AG, Globex Mining, Strategy – Übertriebene Panik

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Bildquelle: pixabay.com

Nach der Euphorie folgte die Ernüchterung. Nachdem die Börsen seit November die Wiederwahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten feierten, kommt es aktuell geradewegs zur Kapitalvernichtung. Seit der Amtseinführung des Republikaners verlor der US-Markt offiziell 10 Bio. USD. Inwieweit die Strategie mit Strafzöllen, der Eröffnung von Handelskrisen sowie der Sprengung von Lieferketten, die Märkte weiter erschüttert, bleibt abzuwarten. Profitieren dürften vor allem Unternehmen, die zum einen einen Markt außerhalb der USA bedienen, zum anderen ihre Rohstoffe im Heimatmarkt produzieren können.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: PORR AG | AT0000609607 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , MICROSTRATEG.A NEW DL-001 | US5949724083

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Inhaltsverzeichnis:


    Porr AG – Grundloser Abverkauf

    Die Panik an den Börsen, ausgelöst durch die Verkündung der US-Strafzölle, versetzte die Anleger in der zweiten Wochenhälfte in Angst und Panik. Auf breiter Front verloren Unternehmen zweistellig an Börsenwert, egal, ob Sie von den Zöllen betroffen waren oder wie im Fall des österreichischen Baukonzerns Porr AG eben nicht. Denn wie das Unternehmen anlässlich der MKK – Münchner Kapitalmarktkonferenz mitteilte, liegen die Projekte zu 45,8 % im Heimatmarkt Österreich, zu 23,2 % in Deutschland, zu 14,3 % in Polen und zu 7,4 % im aufstrebenden Rumänien, das Land, das in Bezug auf Wachstum im vergangenen Jahr den größten Sprung hinlegen konnte. Die restlichen Prozentpunkte teilen sich die Tschechei und Slowenien.

    Die als „One-Stop-Shop“ tätigen Wiener mit einem Jahresumsatz von 6,2 Mrd. EUR verbuchten im vergangenen Jahr eine EBIT-Marge von 2,6 %, die im kommenden Jahr auf 2,8 % und bis zum Jahr 2030 auf bis zu 4,0 % hochgeschraubt werden soll. Der Auftragsbestand von Porr beträgt aktuell 8,5 Mrd. EUR, wobei hier das Infrastrukturprogramm in Höhe von 500 Mrd. EUR durch die Bundesregierung noch nicht berücksichtigt ist. Dieses dürfte sich dann 2026 in den eh schon prall gefüllten Auftragsbüchern niederschlagen. Sicher dürfte der Spezialbaukonzern, neben Strabag zweitgrößte Baukonzern des Alpenlandes, einen Teil des Kuchens abbekommen, betrachtet man, dass in Deutschland aktuell rund 14.000 Brücken als marode gelten. Nur zum Verständnis, eine mittlere Brücke kostet laut Branchenkennern rund 100 Mio. EUR.

    Die Analysten von Berenberg vergaben in ihrer aktuellen Studie ein Kursziel in Höhe von 37,50 EUR mit dem Anlageurteil „Kaufen“. Dabei schätzen die Experten für das Jahr 2026 einen Gewinn pro Aktie von 3,21 EUR.

    Globex Mining – Alles in einem Korb

    Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt droht zu eskalieren. Als Antwort auf die von US-Präsident Trump angeordneten Zölle auf Einfuhren aus China reagierte Peking mit Gegenzöllen, insbesondere auf fossile Energieträger sowie ausgewählte Rohstoffe. Dadurch werden globale Lieferketten unter Druck gesetzt und führen aufgrund der Angebotsknappheit zu deutlich höheren Preisen. Profiteure dieses Schachspiels sind zweifelsohne Unternehmen wie Globex Mining, die die Heimatmärkte mit den benötigten Materialien versorgen könnten.

    In den letzten drei Jahrzehnten, Globex wurde ursprünglich im Januar 1988 an der Montreal Stock Exchange notiert und wechselte 1995 an die TSX, haben die Kanadier mit 255 Projekten sowohl eines der größten als auch breit diversifizierten Portfolios an Mineralrechten in Nordamerika aufgebaut. Mit 70,13 Mio. CAD bewertet, verwaltet CEO Jack Stoch neben 128 Edelmetallprojekten Liegenschaften mit Basismetallen, Seltene Erden, Industriemineralien und Spezialmetallen.
    Bei 106 Unternehmen erwirtschaftet Globex durch Lizenzierung an Projektpartner einen Cashflow, die kontinuierlich Lizenzzahlungen leisten. Dabei verfügt das Unternehmen über liquide Mittel und marktfähige Wertpapiere im Wert von über 25 Mio. CAD.

    Erst Mitte März wurde der Kauf von drei Gold-Lizenzgebühren von Iamgold Corp. verkündet. Bei jeder handelt es sich um eine 1%ige Netto-Schmelzgebühr, die für die Goldminen Porcupine West, Eldrich und Rouyn-Merger in Quebec gilt, die sich alle zu 100 % im Besitz von Globex befinden. Alle drei Grundstücke weisen bedeutende historische Abschnitte mit Goldmineralisierung auf. Der Kaufpreis beträgt rund 350.000 USD.

    Die Globex-Aktie verlor nach einer fulminanten Rally aufgrund der steigenden Edelmetalle in den vergangenen Tagen stark an Wert und notiert bei 1,25 CAD. Durch die Panik an den Weltbörsen könnte sich eine erneute Einstiegschance bieten, die 200-Tagelinie befindet sich als Unterstützung bei 1,21 CAD.

    Strategy – Kaufsignal während des Panikmodus

    Während die Märkte auf breiter Front Federn lassen mussten, vor allem Öl- und Energiewerte verloren zweistellig, kam es am Freitag im späteren Handel zu einem Turnaround bei den Krypto-Werten. Bei den Coins setzten vor allem XRP und Solana, aber auch Bitcoin zu einem Reversal an und beendeten den Freitagshandel deutlich im Plus. Hauptgewinner bei den Krypto-Aktien war einmal mehr der Bitcoin-Hodler- Strategy, der nach einem Tagestiefststand bei 265,30 USD drehte und mit einem Plus von über 4 % auf 293,61 USD aus dem Handel ging.

    Sollten die Kryptos zu Wochenbeginn freundlich starten, könnte Strategy den seit Ende November etablierten Abwärtstrend bei rund 321 USD knacken und ein frisches Kaufsignal generieren, dass die Aktie im Anschloss sogar impulsiv über die 400er-Marke bugsieren könnte.

    Geht es nach Firmengründer Michael Saylor, wird sich Bitcoin in naher Zukunft eh vervielfachen. Trotz Verwerfungen aufgrund Trumps Ankündigung zur Verhängung von Strafzöllen holte sich Strategy weitere 22.048 Bitcoin für 1,92 Milliarden USD zu einem Durchschnittspreis von 86.969 USD je Stück ins Depot. Insgesamt hält das Unternehmen rund 528.000 Bitcoin, die für 35,63 Mrd. USD zu einem Durchschnittspreis von 67.458 USD pro Bitcoin gekauft wurden.


    Donald Trump lässt die Börse beben und schickt auch Unternehmen, die nicht von den Strafzöllen betroffen sind, in den Keller. Der Baukonzern Porr besitzt null Projekte in den USA und notiert auf einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7. Strategy wurde am Freitag aufgekauft und trotzt der harten Korrektur. Globex Mining besitzt aussichtsreiche Liegenschaften, die den inneren Wert des Unternehmens deutlich übersteigen dürften.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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