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22.09.2022 | 05:08

Allkem, Infinity Stone, Freyr Battery – An diesen Aktien kommt niemand vorbei!

  • Lithium
  • Rohstoffe
  • Batteriemetalle
  • Energiwende
Bildquelle: pixabay.com

Die aktuelle Energiekrise führt uns schmerzlich vor Augen, wie sehr wir den Umbau unserer Energieversorgung in den letzten Jahrzehnten verschlafen haben. Bereits der bekannte Wissenschaftler Carl Sagan erklärte in einer Rede im Jahr 1990, also vor 32 Jahren, warum ein Umbau der Energieversorgung ganz abseits von Auswirkungen auf den Treibhauseffekt Sinn macht: Verringerung der Abhängigkeit von schwierigen Zulieferländern, Erhöhung der Energiesicherheit durch Verlängerung fossiler Ressourcen, Konjunkturbelebung durch Schaffung neuer Industriezweige. Nun endlich scheinen wir auf dem richtigen Weg zu sein. Auch Aktionäre können stark profitieren – wenn sie auf die richtigen Pferde setzen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Allkem Ltd. | AU0000193666 , Infinity Stone Ventures Corp | CA45675G1037 , Freyr Battery | LU2360697374

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Allkem – Verdreifachung der Produktion geplant

    Einer der wichtigsten Rohstoffe der Energiewende ist das Element Lithium. Es wird hauptsächlich für die Produktion leistungsfähiger Stromspeicher benötigt und ist daher sowohl für die Elektromobilität als auch für den Bau von Netzspeichern zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zum Ausgleich von Produktionsschwankungen bei der regenerativen Stromerzeugung durch Solar- und Windenergie essenziell.

    Einer der bedeutendsten Lithiumproduzenten ist der australische Allkem-Konzern. Das Unternehmen, welches zuvor unter dem Namen „Orocobre Ltd.“ firmierte, gehört seit der Fusion mit Galaxy Resources zu den Top5-Lithiumproduzenten weltweit. Dabei konnte Allkem für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen Rekordgewinn von 337,2 Mio. USD ausweisen und plant weitere große Schritte: bis 2026 soll die Produktion verdreifacht werden und so ein Anteil von 10% am Weltmarkt erreicht werden.

    Aktionäre können angesichts der Performance zufrieden sein: auf Jahressicht konnte das Papier bereits über 76% zulegen und jagt von einem Höchstkurs zum nächsten. Analysten bescheinigen dem Papier weiterhin Kurspotenzial.

    Infinity Stone Ventures – One-Stop-Shop für kritische Rohstoffe der Energiewende

    Neben Lithium sind auch andere Elemente und Verbindungen kritisch für den Erfolg der Energiewende. So wird beispielsweise Graphit als Anodenmaterial in Batterien und Akkumulatoren eingesetzt, die Produktion von hochfestem Stahl für Windturbinen benötigt Elemente wie Bor und Mangan. Auch Kupfer, Kobalt und Nickel werden in immer größerem Maße nachgefragt. Ein Unternehmen, das sich selbst als One-Stop-Shop für kritische Elemente der Energiewende positioniert, ist das kanadische Unternehmen Infinity Stone Ventures.

    Das in Vancouver im Bundesstaat British Columbia beheimatete Unternehmen verfügt über mehrere Projekte in den bergbaufreundlichen Regionen Ontario und Quebéc und fährt eine aggressive Expansionsstrategie. Erst kürzlich wurde der Landbesitz im James Bay Lithiumquartier um eine Fläche von 3.850 Hektar vergrößert. Damit besitzt das Unternehmen nun drei Lithiumprojekte in der Region: Taiga, Hellcat und Camaro. Letzteres grenzt an den 2017 entdeckten Corvette-Lithiumtrend des Unternehmens Patriot Battery Metals.

    Kürzlich nun gab Infinity Stone bekannt, dass man das Unternehmen Axiom Exploration Group mit der Durchführung eines Explorationsbohrprogramms in den Blöcken Camaro und Hellcat beauftragt habe. Neben der Kartographierung und Probenentnahme der ersten 21 identifizierten Pegmatite (Ansammlungen lithiumhaltigen Gesteins magmatischen Ursprungs) ist die Identifizierung neuer Pegmatite Teil des Programms. Dabei setzt das Unternehmen Axiom, das über spezielle Erfahrung mit sogenannten LCT-Pegmatiten verfügt (LCT: Lithium, Caesium, Tantal), auf einen selbstentwickelten „Explorationsbaukasten“ mit künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernmodellen.

    Wie der CEO von Infinity Stone, Zayn Kalyan mitteilte, gehe man davon aus, durch Axiom eine Reihe von Lithiumkonzessionsgebieten in der James Bay Region rasch weiterzuentwickeln um so das Explorationsbudget bestmöglich auszunutzen zu können. Auch für sein Graphit-Projekt Rockstone in der Provinz Ontario konnte Infinity Stone Neuigkeiten vermelden. So wurde das Unternehmen SGS Labs mit der Durchführung eines Flotations- und hydrometallurgischen Testprogramms beauftragt, das unter anderem die Untersuchung einer 2,7kg schweren Probe beinhaltet. Hier soll die Möglichkeit der Steigerung des Reinheitsgrads auf batteriefähiges Material untersucht werden.

    Aktuell befindet sich das Unternehmen noch in einem frühen Stadium seiner Entwicklung und ist mit rund 18 Mio. CAD recht niedrig bewertet. Positiver Newsflow und Projektfortschritte sollten den Kurs beflügeln.

    FREYR Battery – Nachhaltige Gigafactory aus Norwegen

    Zwar sind Materialien für die Energiewende heiß begehrt, aber ebenso wichtig ist was – und vor allem – wie etwas daraus gefertigt wird. Auch hier kommt es auf Nachhaltigkeit an. Wie man diese in seine Produktion integriert, zeigt das norwegische Unternehmen FREYR Battery. Der Spezialist für besonders langlebige, halbfeste Lithium-Ionen-Batterien plant aktuell den Bau einer Gigafactory, deren Energieversorgung für die Produktion komplett durch Wasserkraft abgedeckt wird. Dazu wurde mit dem britischen Unternehmen Mpac vor wenigen Tagen eine Vereinbarung zur Lieferung einer Produktionsstraße unterzeichnet. Beide Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet.

    Auch an anderer Front haben sich die Norweger kompetente Partner an Bord geholt. So wurde mit der japanischen Nidec Corporation, einem Spezialisten für die Fertigung von Präzisionsmotoren für die Automobilindustrie, ein Joint Venture gegründet, das riesige Stromspeicher für produzierende Unternehmen bauen soll, damit diese regenerativ produzierten Strom zwischenspeichern können, um eine stabile, nachhaltige Produktion zu ermöglichen.

    An der Börse gehört FREYR Battery zu einem der Lieblinge der letzten Monate: seit Juni konnte sich der Kurs in etwa verdoppeln. Aber Analysten sehen weiter Luft nach oben: rund 40% dürfte die Aktie laut Konsensschätzung von sieben Analysten in den nächsten zwölf Monaten noch zulegen können.


    Die Energiewende ist unabwendbar. Nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer und politischer Sicht. Selbst in kritischen Börsenzeiten dürften Unternehmen, die sich mit dem Thema beschäftigen, zu den Gewinnern zählen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf etablierte Player wie Allkem, auch FREYR Battery gehört zu der Gruppe der Profiteure des Wandels. Am spannendsten dürften allerdings Papiere von Unternehmen sein, die sich noch im Anfangsstadium befinden, so wie Infinity Stone Ventures.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Die Spannung steigt und steigt. Wie werden die Jahreszahlen des Branchenprimus der E-Mobilität Tesla nun wirklich ausfallen? Zum Jahresende 2022 gab es einen 70%-Einbruch der Aktie zu verschmerzen, Elon Musk der Gründer, hatte binnen 8 Wochen 100 Mrd. USD weniger auf dem Konto. Schuld war er selbst, denn zur Finanzierung der Twitter-Übernahme, musste er sich von Tesla-Aktien trennen. Für das Jahr 2023 interessieren nun die Erwartungen, die an die E-Mobilität gestellt werden. Fakt ist: Viele Staaten, darunter auch Deutschland, nehmen die Subventionierungen nun schrittweise zurück. Die neue Mobilität muss nun also selbst Laufen lernen. Wo liegen die Chancen für Anleger?

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