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21.11.2022 | 06:00

BYD, dynaCERT, Plug Power – nachhaltige Aktien fürs Depot

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Bildquelle: pixabay.com

Das Ende der fossilen Brennstoffe ist unausweichlich. Die Frage ist nur, wie schnell wir den Übergang vollziehen können. Und die Antwort auf diese Frage wird über das Ausmaß der Auswirkungen des Klimawandels entscheiden. Allein im vergangenen Jahr wurden über 6 Mrd. USD für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zugesagt. Und dieser Trend wird sich noch verstärken. Im Pariser Abkommen, das 2016 von fast 200 Staaten unterzeichnet wurde, wurde das Ziel festgelegt, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Die Fortbewegungsmittel mit Verbrennermotor sind dabei große Emissionsschleudern. Gelingt es hier, den CO2-Ausstoß zu verringern, rückt das Erreichen der Ziele näher. Wir sehen uns drei Unternehmen an die helfen, Fortbewegung umweltverträglicher zu machen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Terry Lynch, CEO, Power Nickel
    "[...] Nickel profitiert also gleich doppelt: Erstens von der wachsenden Bedeutung innerhalb von Batterien und zweitens von der allgemein wachsenden Nachfrage nach derartigen Speichern. [...]" Terry Lynch, CEO, Power Nickel

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    BYD – wächst konstant

    BYD ist der führende Hersteller von Elektrofahrzeugen in China mit einem Marktanteil von über 50%. Das Unternehmen verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Umsatzwachstum und baut nun seine Vertriebs- und Produktionsaktivitäten weltweit aus. Zuletzt wurden Verhandlungen über den Kauf eines Ford-Werks in Brasilien gemeldet. In China ist BYD schon heute mit einer breiten Palette von Modellen, darunter Limousinen, SUV und Busse, auf dem Markt für Elektrofahrzeuge stark vertreten. Der Erfolg basiert auf der einzigartigen Batterietechnologie des Unternehmens, die den Fahrzeugen eine größere Reichweite und höhere Leistung als vielen anderen Elektrofahrzeugen verleiht.

    Auch im Oktober konnte das Unternehmen wieder Rekordergebnisse beim Absatz vermelden. Insgesamt wurden 217.816 Fahrzeuge verkauft, was einem Plus von rund 168% im Jahresvergleich entspricht. Gegenüber September wurden 8% mehr Fahrzeuge abgesetzt. Den Löwenanteil machen noch immer die PKW aus. Lediglich 298 Nutzfahrzeuge wurden verkauft. Auch die Zahlen zum 3. Quartal können sich sehen lassen. Der Nettogewinn lag bei rund 768 Mio. USD. Ein Anstieg von 350% im Vorjahresvergleich. Der Umsatz erreichte lediglich ein Plus von 115%. Das Wachstum soll durch die Expansion beibehalten werden. Im Jahr 2023 will man 3,2 Mio. Fahrzeuge absetzen. Zum Vergleich vor wenigen Tagen rollte das dreimillionste Elektrofahrzeug vom Band.

    Operativ läuft es gut. Trotzdem verkauft der bekannteste Investor des Unternehmens Warren Buffet offenbar weiter Aktien. Reuters meldete am 11. November, dass das Orakel von Omaha erneut 5,78 Mio. Aktien abgestoßen hat. Nichtsdestotrotz hält Berkshire Hathaway noch immer 16,6% an BYD. Trotzdem sorgen die Verkäufe für Druck auf den Aktienpreis. Nach dem steilen Anstieg von März bis Juli begann die Konsolidierung, die die Aktie wieder in den Bereich des Ausgangspunktes des Anstiegs gedrückt hat. Momentan zahlt man für einen Anteilsschein 22,94 EUR.

    dynaCERT – Vertrieb liefert Ergebnisse

    dynaCERT kann schon heute die Emissionen von Dieselmotoren teilweise deutlich senken. Gerade die großen Dieselmaschinen, wie beispielsweise LKW, sind für einen Großteil der Umweltverschmutzung verantwortlich. Noch fehlt es an der Infrastruktur bei Elektro- und Wasserstofffahrzeugen, um die Dieselmotoren in Rente zu schicken. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben. Daher bietet die HydraGEN Technologie von dynaCERT eine Alternative um Kraftstoff zu sparen, die Lebensdauer des Motors zu verlängern und gleichzeitig die CO2-Emissionen deutlich zurückzufahren. All diese Werte werden von der Hydrolytica Software des Unternehmens getrackt und sichtbar gemacht. In Zukunft will man CO2-Zertifikate erhalten. Dazu arbeitet man mit dem Zertifizierer VERRA zusammen.

    Nach der Internationalen Automobil Ausstellung Transportation in Hannover konnte das Unternehmen gleich drei Aufträge generieren. Anfang November orderte Alectra Utilities weitere 73 HydraGEN-Systeme, nachdem der Test bei 15 Fahrzeugen positiv verlaufen ist. Am 9. November konnte Fiorentino Bros. Contracting als Kunde gewonnen werden. Der Kunde, der im Forstwirtschaftssektor tätig ist, besitzt über 100 schwere Geräte und 70 Fahrzeuge, die mit Diesel angetrieben werden. Für den Start kommt die dynaCERT-Technologie in einem Tieflader und den Planierraupen des Kunden zum Einsatz. Auch aus der Bergbaubranche gibt es immer mehr Aufträge. Der Vertriebspartner H2 Tek konnte insgesamt 29 HydraGEN-Systeme bei sechs verschiedenen Kunden in Südamerika absetzen. Darunter waren vor allem Kunden aus dem Bergbausektor, der in Zukunft viel tun muss, um seine Emissionen zu reduzieren.

    Eine umfangreiche Studie zum Unternehmen ist auf researchanalyst.com zu finden. Wer noch mehr Informationen möchte kann sich schon heute kostenlos für das International Investment Forum am 7. Dezember anmelden. Dort wird sich das Unternehmen um 17 Uhr präsentieren und als interessierter Investor hat man die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Aktie ist nach einer längeren Abwärtsphase im August in den Rallye-Modus gegangen und legte über 220% in der Spitze zu. Im Anschluss kam es zu einer Konsolidierung. Aktuell ist eine Aktie für 0,21 CAD zu haben. Spätestens mit Erhalt der CO2-Zertifikate sollte der Knoten bei dynaCERT platzen. Schon heute kann man mit der Technologie Emissionen reduzieren und Sprit sparen, was bei den gestiegenen Preisen sicherlich ein gutes Verkaufsargument ist.

    Plug Power – schwaches drittes Quartal

    Neben der Elektromobilität ist Wasserstoff die Option, um emissionsfreie Antriebe zu nutzen. Plug Power gehört zu den größten Anbietern von Wasserstofflösungen weltweit. Das Unternehmen entwickelt und produziert Brennstoffzellensysteme und will darüber hinaus die gesamte Wertschöpfungskette abbilden. Der Hauptvorteil von Wasserstoff- gegenüber dem Elektroantrieb ist die deutlich geringere Tankzeit. Aktuell sind die Kosten für grünen Wasserstoff noch zu hoch, doch mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien werden die Preise sinken. Die USA wollen die Preise aus ihrem rund 370 Mrd. USD großen Klimapaket sogar subventionieren.

    Mitte Oktober hatte Plug Power vermelden müssen, dass die Jahresprognose gekappt werden muss. Am 8. November lieferte das Unternehmen dann Zahlen zum 3. Quartal. Dabei wurden die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich verfehlt. Der Umsatz lag bei rund 188 Mio. USD, die Experten hatten mit 246 Mio. gerechnet. Im Jahresvergleich steht immerhin ein Plus von 31%. Bei dem Gewinn je Aktie war man von einem Minus von 0,07 USD je Aktie ausgegangen. Am Ende waren es minus 0,30 USD. Das 4. Quartal soll deutlich besser laufen und damit will man die reduzierte Prognose erreichen. Positiv war lediglich der Auftragsbestand, der im Vergleich zu Q2 deutlich angestiegen ist.

    Auch für 2023 hat sich das Unternehmen hohe Ziele gesteckt. Der Umsatz soll bei 1,4 Mrd. USD liegen und eine ausgeglichene operative Marge ausweisen. Ab 2023 will man außerdem der weltweit größte Produzent von Flüssigwasserstoff sein. Die Aktie bleibt hoch volatil und steht aktuell bei 15,84 USD. Mitte September waren es in der Spitze 28,86 USD. Noch sind die Analysten mehrheitlich positiv gestimmt für die Aktie. Der Durchschnitt der Kursziele liegt bei 29,72 USD. Plug Power muss im vierten Quartal liefern, um das Vertrauen in das Unternehmen aufrecht zu erhalten.


    Bis wir nur noch über emissionsfreie Antriebe verfügen, werden noch Jahre vergehen. Will man die Klimaziele erreichen, sollte man auch auf Zwischenlösungen wie die von dynaCERT setzen. Der Aufbau der Infrastruktur für Strom und Wasserstoff wird deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als heute gedacht.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
    5. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 05.12.2022 | 05:55

    BYD, First Hydrogen, Daimler Truck – grüne Lösungen als Booster für ihr Aktiendepot

    • BYD
    • First Hydrogren
    • Daimler Truck
    • Transport
    • Güterverkehr
    • Emissionen
    • Wasserstoff
    • grüner Wasserstoff
    • Elektromobilität
    • Elektrofahrzeuge
    • Brennstoffzelle

    Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise ist der Bedarf an praktikablen Lösungen und Systemen zur Emissionsreduzierung größer denn je. Ein Bereich, der einen großen Einfluss auf die Emissionen hat, ist der Güterverkehr. Mit der steigenden Nachfrage nach Gütertransporten steigt auch die Menge der Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen. Dies hat nicht nur schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt, sondern beeinträchtigt auch die Nachhaltigkeit der Güterverkehrsbranche. Es stellt sich also die Frage, welche Art von Antriebssystem sich im Güterverkehr durchsetzen wird. Wird es der Elektroantrieb sein oder der Wasserstoffantrieb mit seinen Brennstoffzellen? Wir sehen uns drei Unternehmen an, die auf unterschiedliche Antriebe setzen.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 05.12.2022 | 05:10

    Plug Power, dynaCERT, Nel Asa – Die Spannung steigt

    • Wasserstoff
    • Brennstoffzelle
    • Rebound

    Wasserstoff ist in Bezug auf die Energiewende ein zentraler Baustein und gilt als Schlüssel einer erfolgreichen Dekarbonisierung der Wirtschaft und des Verkehrssektors. Trotz der Förderprogramme der Politik für Wasserstoffstrategien weltweit und den positiven Zukunftsaussichten, stecken die an der Börse notierten Unternehmen weiterhin in der Korrektur. Dabei könnte der endgültige Durchbruch noch Jahrzehnte dauern. Von der langwierigen Umsetzung profitieren dagegen Brückentechnologien, die per sofort in verschiedensten Branchen einsetzbar sind.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 01.12.2022 | 05:10

    BYD, Auxico Resources, Hensoldt, Rheinmetall – Für die Zukunft gerüstet

    • Rüstung
    • Rohstoffe
    • Elektromobilität

    Der Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar dieses Jahres veränderte alles. Während die globalen Aktienmärkte in eine Schockstarre verfielen, haussierten Aktien von Rüstungsunternehmen. Durch die Aufrüstung in der westlichen Welt sieht die Zukunft für die noch vor dem Angriffskrieg kritisch beäugten Unternehmen rosig aus. Um genügend Panzer, Flugzeuge und andere Kriegsgeräte zu produzieren, benötigt die Industrie jedoch eine Vielzahl von kritischen Metallen, bei denen bereits heute die Nachfrage das Angebot übersteigt.

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