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27.08.2025 | 04:45

Dampf ablassen erwünscht! Achtung bei DroneShield, Renk und Hensoldt, hingegen Pasinex mit Chancen

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse schwenkt in eine Korrektur ein. Für heiß gelaufene Titel aus dem HighTech- und Rüstungs-Sektor eine willkommene Gelegenheit etwas Dampf aus dem Kessel zu lassen. Nun ist es wichtig, die langfristigen Perspektiven gegenüber der kurzfristigen Hysterie in Relation zu setzen. Dann erkennt der Investor, wo es nach einer Korrektur zu kaufen lohnt. Noch sind die Charts erst angeschossen, eine stärkere Korrektur sollte sich anschließen. Auffällig günstig erscheinen in diesem Zusammenhang die Zink-Projekte von Pasinex Resources. Wie immer gilt: Die Ausgewogenheit im Depot rettet vor bösen Überraschungen. Wir präsentieren ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , RENK AG O.N. | DE000RENK730

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Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield – Achten sie auf die Charttechnik

    Drohnen sind heute hochentwickelte, autonome Systeme mit KI und komplexen Sensoren, welche längst über klassische Fernsteuerung hinausgehen. Sowohl im zivilen als auch im militärischen Einsatz gewinnen sie an Bedeutung. Gerade wegen globaler Spannungen wächst die Nachfrage nach innovativen Abwehrlösungen rasant. DroneShield gilt in der Drohnenabwehr als internationaler Impulsgeber und bietet ein breites Angebot von stationären Systemen bis hin zu mobilen Störsendern, die den Schutz von Flughäfen oder kritischer Infrastruktur sicherstellen. Mit Standorten in Australien und den USA, sowie einer starken Entwicklungsabteilung, baut das Unternehmen seine globale Präsenz stetig aus.

    Ein massiver Umsatzsprung zum zweiten Quartal 2025 unterstreicht das Wachstumspotenzial. Rund 39 Mio. AUD Umsatz bedeuten einen Anstieg von 480 % zum Vorjahr. Bis Ende 2026 soll die jährliche Produktionskapazität durch Investitionen i. H. v. 500 Mio. AUD auf 2,4 etwa Mrd. AUD steigen. Parallel dazu werden auch Standorte in Europa verstärkt ausgebaut. Die Aktie befindet sich infolge der starken Kennzahlen und strategischen Expansion in einem klaren Aufwärtstrend. Seit Anfang 2025 konnte sich die Aktie mehr als verfünffachen, doch seit Juli tritt der Wert auf der Stelle. Zwar halten Analysten weitere Kurssteigerungen für möglich, die kurzfristige Markttechnik weist aber gefährlich nach unten.

    Pasinex Resources: Zink als Schlüsselmetall für die Energiezukunft

    In der Mobilitätswende investieren Automobilhersteller Milliarden in fortschrittliche Batterietechnologien. Damit steht nicht nur Lithium, sondern vermehrt auch Zink als essenzielles Zukunftsmetall im Fokus vieler Branchen. Zink spielt eine tragende Rolle für nachhaltige Mobilität und Infrastruktur: In modernen Batteriearten wie Zink-Luft- und Zink-Ionen-Systemen wird das Metall als kostengünstige und sichere Alternative erforscht und überzeugt durch seine Umweltverträglichkeit. Der Einsatz von verzinktem Stahl in leichten Fahrzeugkarosserien wächst und lässt die Nachfrage nach Zink weiter steigen.
    Die Internationale Energieagentur sieht Zink in den kommenden Jahren als kritischen Rohstoff für die weltweit anstehende Transformation zur CO2-freien Wirtschaft. Marktexperten prognostizieren daher bis 2030 eine sehr dynamische Zink-Nachfrage. Der globale Markt könnte laut aktueller Studien auf bis zu 64 Mrd. USD anwachsen, während speziell Zinkprodukte und Chemikalien mit gutem Wachstum in den Segmenten erneuerbare Energien, Bau und Automobil punkten. Die wachsende Bedeutung zeigt sich ebenso bei nachhaltiger Architektur und neuer Elektronik, wo Zink in Sensorik, Kabeln und Farben unverzichtbar wird.

    Gleichzeitig verknappt sich das Angebot, da bestehende Minen auslaufen und die Erschließung neuer Vorkommen immer anspruchsvoller wird. Genau hier setzt Pasinex Resources an und legt erste Planungen vor. Der kanadische Zink-Spezialist konzentriert sich auf hochgradige Lagerstätten in der Türkei, wo Erzgehalte von 25 bis 50 Prozent die Konkurrenz überflügeln. Das Unternehmen profitiert von geringen Produktionskosten, einer schnellen Markteinführung und einer beeindruckenden operativen Marge von bis zu 50 %. Neue Projekte wie Pinargozu und Serakaya stehen kurz vor dem Produktionsstart und versprechen zügige Einnahmenströme. Dank frischer Finanzierung und gezielter Exploration besetzt Pasinex eine Nische im kritischen Rohstoffmarkt. Mit überschaubarer Hebelwirkung können Anleger auf den Zinkpreis und das globale Wachstum bis 2030 setzen. Die Marktkapitalisierung ist mit knapp 10 Mio. CAD noch überschaubar! Einsammeln!

    Pasinex-Chairman Dr. Larry Seeley präsentierte sich auf der 15. Investorenkonferenz IIF. Er spricht von hochgradigen Vorkommen und erheblichen Margen im Zinkbergbau. Ansehen!

    Renk und Hensoldt – Die erwartete Korrektur nimmt ihren Lauf

    Auch der deutsche Rüstungs-Sektor ist überkauft und deutlich zu hoch bewertet. So weist Renk ein 2026e KGV von 32 aus, die geschätzten Umsätze von ca. 1,6 Mrd. EUR werden über den Marktwert 3-mal abgebildet. Auch Hensoldt schießt mit seinen Kennzahlen den Vogel ab. KGV 2026e von 40 und KUV von 4. Historisch sind solche Übertreibungen durchaus üblich. Sie verlaufen im Anstieg sehr heftig und münden dann meistens erst in eine wackelige Übergangsphase, auch als Top-Bildung bekannt. In den genannten Werten sind die weiteren Anstiege auch nicht von neuen Höchstständen geprägt und die Nachfrage erfolgt zu deutlich niedrigeren Umsatztätigkeiten. D.h. hier oben wird die Luft extrem dünn und der Markt wartet nur noch auf ein griffiges Short-Signal. Was das sein könnte, wissen wir heute noch nicht, dennoch kann jeder Anleger derzeit ohne Stress zu guten Kursen um 59 bzw. 89 EUR verkaufen. Die Experten auf der Plattform LSEG erwarten für Renk und Hensoldt durchschnittliche 12-Monats-Kursziele von 69,20 EUR bzw. 91,50 EUR. Beide Marken wurden zuletzt schon deutlich überboten, daher Vorsicht an der Bahnsteigkante!

    Satte dreistellige Prozente ließen sich in 6 Monaten mit Renk und Hensoldt verdienen, doch die Charts weisen jüngst nach unten. Sehr stark gelaufen ist die australische DroneShield mit über 300 % Plus und auch Pasinex Resources sattelte 140 % auf. Quelle: LSEG vom 26.08.2025

    Die kurzfristigen Perspektiven für HighTech- und Rüstungsaktien scheinen vernebelt. Wer hier noch satt im Plus liegt, sollte an Gewinnmitnahmen denken. Denn die operativen Zahlen werden mit den Kursanstiegen nur schwerlich mithalten können, da bereits starke Anstiege in den Zahlen bis 2030 antizipiert und verarbeitet sind. DroneShield handelt immerhin mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 10 auf das Jahr 2026. Spannend sind jedoch die Projekte des Zink-Explorers Pasinex Resources im Hinblick auf zukünftige Angebotslücken im Rohstoffmarkt.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    So langsam wird´s eng! Trotz neuer Höchststände im Juli kann man die Gewinner an der Börse an zwei Händen abzählen. Es sind weiterhin ausgewählte HighTech-Titel und einige KI-Werte. Halbleiter geraten schon wieder aus der Mode. Dafür beschleunigen wieder die Öl- und Gaswerte, bei Rüstung ist der lange Aufschwung seit 2022 wohl etwas erschöpft, sodass Defense-Titel im ersten Halbjahr zu den größten Verlierern mutierten. Und jetzt noch das Sommerloch, das FED-Chef Kevin Warsh auch nicht mit einer Zinssenkung versüßen kann. Der Grund: Überbordende Inflation, die in den USA schon verdächtig lang an der 4 %-Grenze nagt. US-Präsident Donald Trump hatte mit der Abkehr von Jerome Powell einen Wunschkatalog verbunden, der jetzt nicht mehr aufzugehen scheint. Dann auch noch die Zoll-Schlappe, die den US-Steuerzahler weitere 100 Mrd. USD kostet. Kurzum: Die Anzeichen für eine größere Korrektur sind offensichtlich – der dynamische Investor fragt sich nur wann? Wir blicken auf den verprügelten Rüstungs-Sektor und suchen nach möglichen Blockbustern.

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    Die Ära der Panzerdivisionen ist weitgehend vorbei. Heute verschmelzen der Luft- und Seeraum zu einem vernetzten Gefechtsfeld, auf dem autonome Drohnen, KI-gestützte Sensorik und maritime Überwachungssysteme die entscheidenden Kräfte sind. Der NATO-Gipfel in Ankara und Deutschlands Rekordetat von 108 Mrd. EUR beschleunigen diese technologische Transformation massiv. Für Investoren bedeutet das, dass man sich auf die nächste Generation der Luft- und Marineabwehr konzentrieren sollte. Drei Unternehmen verkörpern diesen Wandel in seiner ganzen Bandbreite, der Komplettanbieter Rheinmetall, der agile Drohnenpionier Volatus Aerospace und der maritime Systempartner TKMS.

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    Nach einer atemberaubenden Rallye geraten Rüstungsaktien unter Druck. Friedenshoffnungen, Gewinnmitnahmen und neue Wettbewerber haben die Kurse zuletzt korrigieren lassen. Für kurzfristig orientierte Anleger mag dies bedrohlich wirken, doch die strukturellen Triebkräfte – marode Arsenale, alternde Systeme und das Streben Europas nach militärischer Souveränität – sind ungebrochen. Die aktuellen Abschläge gleichen eher einer technischen Verschnaufpause als einem Trendbruch. Genau diese Diskrepanz zwischen kurzfristiger Volatilität und langfristiger Notwendigkeit eröffnet strategischen Investoren ein Einstiegsfenster. Es ist der Moment, um Unternehmen mit dicken Auftragsbüchern und systemischer Relevanz ins Visier zu nehmen. Während Rheinmetall von der Wiederbewaffnung Europas profitiert sichert Almonty Industries als Wolfram-Lieferant kritische Rohstoffe für die Produktion, und der US-Konzern RTX liefert die technologische Überlegenheit in den Bereichen Luftfahrt, Drohnen und Cyberabwehr.

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