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27.09.2022 | 05:10

Evotec, Defence Therapeutics, Formycon – Chance Biotech!

  • Biotechnologie
  • Krebsforschung
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Durch die striktere Geldpolitik der Notenbanken sowie Inflationssorgen leidet auch der kapitalintensive Biotech-Sektor. Der NASDAQ Biotech-Index verlor seit Anfang des Börsenjahres knapp ein Viertel seines Wertes. Zudem ist die Anzahl der Unternehmen, die sogar unter ihrem Cash-Bestand notieren, höher als jemals zuvor. Dabei nimmt die Branche, wie bei den Impfstoffherstellern ersichtlich, immer mehr an Wichtigkeit im alltäglichen Leben zu. Besonders in der Krebsforschung gibt es Unternehmen, die in den kommenden Jahren aufgrund ihrer Pipeline die Chance auf eine Vervielfachung besitzen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: FORMYCON AG | DE000A1EWVY8 , DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

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Inhaltsverzeichnis:


    Defence Therapeutics – Bahnbrechende Ergebnisse

    Betrachtet man rein den Aktienchart des in Vancouver in Kanada niedergelassenen Unternehmens, kann man schwerlich darauf schließen, dass in den vergangenen Monaten bahnbrechende Forschungserfolge mit Hilfe der unternehmenseigenen ACCUM-Technologie erzielt wurden. Denn die Aktie von Defence Therapeutics legte seit dem Höchststand im September des vergangenen Börsenjahres bei 8,15 CAD einen Kursverfall von sage und schreibe 78% auf nunmehr 1,61 CAD aufs Parkett. Die Börsenkapitalisierung beträgt demnach 59,22 Mio. CAD. Aktuell arbeitet der Kurs an einer Bodenbildung. Fundamental dürfte einem etwaigen Anstieg des Preisniveaus wenig im Wege stehen.

    Der Kern der Defence Therapeutics-Plattform besteht in der ACCUM-Technologie, die einen präzisen Transport von Impfantigenen oder ADCs in intakter Form zu den Zielzellen ermöglicht und dabei weniger Nebenwirkungen zum Vorschein bringt. Als Folge davon können eine verbesserte Effizienz und Wirksamkeit gegen viele Erkrankungen wie Krebs und Infektionen erreicht werden. Die Marktforscher von Emergen Research prognostizieren, dass der Markt für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) bis 2028 ein Gesamtvolumen von 20,01 Mrd. USD bei einem Wachstum von hohen 26% pro Jahr erreicht.

    Kürzlich konnten die Kanadier mit einem bahnbrechenden Ergebnis zur Bekämpfung gegen Lymphdrüsenkrebs aufwarten. Dabei konnten mit dem neuartigen Impfstoff durch Accum A1-reprogrammierten Mesenchymalen Stromazellen 80% der an der Studie teilnehmenden Tiere mit bestehenden Lymphomen geheilt werden. Hier zeigt die Plattformtechnologie weiterhin positive therapeutische Ergebnisse und die Vielseitigkeit der Anwendungsgebiete. Durch diese Impfstofftechnologie und Accum kann Defence Therapeutics eine Vielzahl von Impfprodukten entwerfen und entwickeln, die nach weiterer Forschung gezielt gegen mehrere solide und hämatologische Krebsindikationen eingesetzt werden können. Aktuell arbeitet das Unternehmen aktiv am CMC-Protokoll, um seinen A1-MSC-Impfstoff in Vorbereitung einer Phase I-Studie bei Patienten mit Melanomen zu produzieren.

    Einen tieferen Einblick in das Geschäftsmodell gewährt Dr. Moutih Rafei, VP R&D and Director von Defence Therapeutics, heute um 13.30 Uhr CEST im Rahmen des 4. International Investment Forum. Die Anmeldung zum virtuellen Event ist kostenfrei .

    Evotec – Auftrag von höchster Stelle

    Der Chartverlauf des in Hamburg niedergelassenen Unternehmens im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung deckt sich mit dem Kursverfall der meisten Aktien aus dem Biotech-Sektor. Nach einem fulminanten Aufschwung seit dem Corona-Tief im März 2020 bei 17,17 EUR auf in der Spitze 45,83 EUR, droht der Kurs aktuell sogar unter das Verlaufstief von 2020 zu rutschen. Ein Durchbruch nach unten dürfte noch einmal weitere Verkaufsorders auslösen. Als nächste markante Unterstützungszone bietet sich dann erst der Bereich um 14,70 EUR an.

    Selbst ein Auftrag des US-Verteidigungsministeriums konnte den Abwärtslauf nicht stoppen. Die US-Tochter Just - Evotec Biologic soll dabei für die schnelle Entwicklung von auf monoklonalen Antikörpern basierenden Arzneimittel-Prototypen gegen die Pest bis zu 49,9 Mio. EUR erhalten, hieß es aus der Hamburger Firmenzentrale.

    „Es ist für uns eine klare Bestätigung für die Effizienz und die Geschwindigkeit, die wir unseren Partnern durch unser führendes wissenschaftliches, technologisches und fachliches Angebot bieten können”, sagt Craig Johnstone, Chief Operating Officer von Evotec, zum Auftrag des US-Militärs.

    Formycon – Erfreuliche Entwicklung

    Weitaus heller sieht das Chartbild des führenden und unabhängigen Entwicklers von qualitativ hochwertigen biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars aus. So beträgt die Kursperformance seit dem Corona-Tief satte 380%. Nach einem Höchststand bei 87,90 EUR konsolidiert die Formycon-Aktie auf hohem Niveau um 70 EUR. Ein wichtiger Halt bei Bruch dieser Unterstützungszone wäre die steigende 200 Tagelinie bei 65,50 EUR.

    Auch an der Nachrichtenfront wird die relative Stärke regelmäßig mit guten News unterstützt. Nun wurden Details zu einem bisher unveröffentlichten Projekt der Entwicklungspipeline bekanntgegeben. Bei FYB206 handelt es sich um einen Biosimilar-Kandidaten für Keytruda (Pembrolizumab), der sich in einer fortgeschrittenen präklinischen Entwicklungsphase befindet. Neben Biosimilars im Bereich der Ophthalmologie, der Immunologie und zwei weiteren, bisher unveröffentlichten Biosimilar-Kandidaten, erweitert Formycon mit FYB206 das Indikationsspektrum um den stark wachsenden Bereich der Immunonkologie.

    Bei dem Wirkstoff Pembrolizumab handelt es sich um einen humanisierten monoklonalen Antikörper, der zu den Immun-Checkpoint-Inhibitoren zählt und zur Behandlung einer Vielzahl von Tumoren eingesetzt wird. Das Immunsystem wird dadurch unterstützt, die körpereigene zelluläre Anti-Tumor-Immunantwort zu aktivieren und beispielsweise Melanom-Zellen abzutöten.

    „Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Zeit. Die Kosten effektiver Krebsbehandlungen sind zu einer großen Herausforderung für die globalen Gesundheitssysteme geworden. Mit der Entwicklung des Keytruda-Biosimilars verfolgen wir das Ziel, Patienten weltweit den Zugang zu diesem wichtigen Arzneimittel zu erleichtern und gleichzeitig dringend benötigte Einsparungen für das Gesundheitssystem zu ermöglichen,“ kommentiert Dr. Stefan Glombitza, CEO der Formycon AG.


    Aufgrund von Zinserhöhungen und weiterer Unsicherheiten in Hinblick auf die ausufernde Inflation leiden Aktien des kapitalintensiven Biotechnologie-Sektors. Der Ausverkauf bietet jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten, um langfristig an erfolgsversprechenden Forschungsprojekten partizipieren zu können. Defence Therapeutics und Formycon konnten bahnbrechende Ergebnisse in der Krebsforschung vermelden. Evotec wurde wiederholt das Vertrauen der US-Regierung zuteil.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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