Menü schließen




13.02.2023 | 05:30

Nel ASA, dynaCERT, Plug Power – Wasserstoff als der Problemlöser bei der Energiewende

  • Nel ASA
  • dynaCERT
  • Plug Power
  • Wasserstoff
  • Energiespeicher
  • Frachtsverkehr
  • Emissionszertifikate
  • CO2
  • CO2 Zertifikate
  • Elektrolyseur
  • Klimaneutralität
Bildquelle: pixabay.com

Wasserstoff ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, da er viele Probleme der heutigen Zeit lösen kann. Eines dieser Probleme liegt darin, dass Wind- und Sonnenenergie schwer planbar sind. Da sie unregelmäßig produzieren muss der Überschuss an Sonnentagen oder Windtagen gespeichert werden. So wird grüner Wasserstoff gewonnen, der das Problem der fossilen Brennstoffe im Bereich Mobilitätslösungen lösen kann. Vor allem beim Frachtverkehr sind die aktuellen elektrischen Lösungen noch nicht überzeugend, doch hier wird ein Großteil des CO2 produziert. Mit Wasserstoff haben Fahrzeuge mehr Reichweite und vor allem kürzere Ladezeiten. Wir sehen uns drei Unternehmen an, die mittels Wasserstoff ihr Business aufgebaut haben.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Nel ASA – neuer Auftrag über 40 Megawatt

    Die Analysten von Morgan Stanley erhöhten ihr Kursziel für die Aktie des Wasserstoffspezialisten von 13 NOK auf 22 NOK und stuften die Aktie von "Equal-weight" auf "Overweight" hoch. Generell hat das Unternehmen einen guten Ruf in den USA. Denn CEO Håkon Volldal berichtete zuletzt von einem Besuch des Gouverneurs von Michigan, der darum geworben hat eine Gigafactory in seinem Bundesstaat zu errichten. Hinzu kommen die Bemühungen der europäischen Regierung nicht den Anschluss im Wasserstoff-Bereich zu verlieren.

    Die Tochtergesellschaft von Nel, Nel Hydrogen Electrolyser AS, hat mit HyCC einen Vertrag über die Lieferung von 40 Megawatt alkalischer Elektrolyseur-Ausrüstung für das H2eron-Projekt im Wert von 12 Mio. EUR geschlossen. Ziel des Projekts ist die Herstellung von nachhaltigem Flugbenzin aus industriellen Nebenprodukten und Restströmen, das mit grünem Wasserstoff betrieben wird. Hans Hide, CPO von Nel, sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt zur Verringerung der Emissionen im Luftfahrtsektor.

    Auch wenn der Konzern noch keine Gewinne einfährt sollen die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien wird die Produktion von grünem Wasserstoff immer sinnvoller. Vor allem in Zeiten eines Energieüberschusses durch die Erneuerbaren Energien. Unter researchanalyst.com finden Sie weitere Informationen. Nach der Empfehlung von Morgan Stanley konnte die Aktie zulegen, musste aber an den letzten 2 Handelstagen der Woche die Gewinne größtenteils wieder abgeben und notiert bei 18,13 NOK.

    dynaCERT – Warten auf die VERRA Zertifizierung

    dynaCERT ist ein kanadisches Unternehmen, das große Dieselmotoren mit seiner innovativen HydraGEN-Technologie revolutioniert. Mit einer Mischung aus Wasserstoff und herkömmlichem Kraftstoff reduziert das HydraGEN-System sowohl die Emissionen als auch die Kraftstoffkosten und sorgt für eine längere Lebensdauer des Motors durch die optimierte Verbrennung. Im 4. Quartal meldete Dynacert 137 Aufträge für die HydraGEN Systeme, die bei vielen Diesel Fahrzeugen einfach nachgerüstet werden können. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorquartalen.

    Jetzt soll gemeinsam mit VERRA der nächste Schritt gemacht werden und den dynaCERT Kunden die Chance geboten werden, CO2-Zertifikate zu erhalten. Der CO2 Markt wird in den kommenden Jahren noch einmal deutlich wachsen und hier hat sich dynaCERT frühzeitig positioniert, um von dem Wachstum zu profitieren. Denn das Unternehmen erhält für die Verwaltung der CO2-Zertifikate einen Anteil. Für die Kunden ist es wichtig ihre Treibhausgasemissionen ausgleichen zu können, um ihre ESG-Ziele zu erreichen. Um das Wachstum seines Kerngeschäfts zu finanzieren plant Dynacert, bis zu 10 Mio. CAD in Form von Wandelschuldverschreibungen für Emissionsgutschriften aufzunehmen.

    Am 15. Februar 2023 wird der CEO von dynaCERT, Jim Payne, auf dem 6. International Investment Forum das Unternehmen vorstellen und dabei sicherlich über Markt für Emissionsgutschriften sprechen. Seien Sie dabei und erleben Sie aus erster Hand das Potenzial der HydraGEN-Technologie von dynaCERT und die immensen Möglichkeiten der Carbon-Credit-Branche. Die Aktie von musste nach einer kleinen Rallye am Jahresanfang die Gewinne wieder abgeben. Dabei wurde am 7. Februar ein 3-facher Boden ausgebildet. Aktuell zahlt man für einen Anteilsschein 0,19 CAD. Kommen die Emissionsgutschriften müsste die Aktie neu bewertet werden.

    Plug Power – revidierte Prognose 2022 verfehlt

    Plug Power, ein US-amerikanisches Brennstoffzellen- und Wasserstoffunternehmen, und Johnson Matthey, ein britischer Spezialist für Brennstoffzellenkomponenten, sind eine langfristige strategische Partnerschaft eingegangen, die die Wasserstoffproduktionsindustrie in den Vereinigten Staaten verbessern wird. Als Schlüssellieferant von Komponenten wird Johnson Matthey Plug Power mit einer sicheren Quelle für Katalysatoren, CCM und Edelmetalle sowie einzigartigen Recyclinglösungen versorgen. Zusammen planen die beiden Unternehmen, eine Anlage in den USA aufzubauen, die ab 2025 500 Tonnen Wasserstoff pro Tag produzieren soll. Drei Jahre später sind dann 1.000 Tonnen geplant.

    Diese strategische Partnerschaft wird sich zweifellos positiv auf die Entwicklung und Nachhaltigkeit der Wasserstoffproduktion von Plug Power auswirken. Das Unternehmen muss vor allem zukünftig seine Versprechungen einhalten. Ende Januar kam heraus, dass der Konzern seine schon nach unten korrigierten Planzahlen für 2022 um etwa 100 Mio. USD verfehlen wird. In der Telefonkonferenz räumte man Probleme mit den Elektrolyseuren ein und auch beim Aufbau der Wasserstoffproduktionskapazitäten hinkt man hinterher. Trotzdem will das Management die angepeilten 1,4 Mrd. USD Umsatz 2023 erreichen.

    Ein sehr ambitionierter Plan, denn bleibt es beim organischen Wachstum von rund 15% wird es unmöglich, das gesteckte Ziel zu erreichen. Die Aktie, die lange stärker war als beispielsweise Nel ASA, konnte die Kursanstiege der Konkurrenz nicht mitgehen. Seit Mitte Januar läuft die Aktie zwischen 14,84 USD und 18,88 USD. Als Anleger sollte man sich die kommenden Zahlen sehr genau ansehen und gegebenenfalls abwarten, bis das Unternehmen bessere Zahlen vermelden kann.


    Wasserstoff kann einige Probleme der Energiewende lösen. Die Politik steht der neuen Technologie aufgeschlossen gegenüber und wird die Branche auch finanziell unterstützen. Noch verdienen die Wasserstoffunternehmen kein Geld, aber das könnte sich bis 2025 ändern. Nel ASA ist aktuell auch in den USA gefragt. Der neue CEO scheint für frischen Wind zu sorgen. dynaCERT bietet seinen Kunden an, ihre Dieselmotoren emissionsärmer zu machen und dabei auch noch Kosten zu sparen. Das ist ideal für den Frachtverkehr, denn auch dort spielt Klimaneutralität eine immer größere Rolle. Kommen die CO2-Zertifikate dürften die Kunden Schlange stehen. Bei Plug Power hat man einmal mehr zu viel versprochen. Das Unternehmen muss in Zukunft liefern.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 06.08.2026 | 04:50

    Das grüne Gold der Altlasten – Zefiro Methane erntet, was BP und Shell gesät haben!

    • Methan
    • Klimawandel
    • Emissionszertifikate
    • Öl und Gas
    • Öl
    • Gas
    • Investments

    Unsichtbar, hochgefährlich für das Klima und streng reguliert. Methan rückt immer stärker in den Fokus von Politik und Börse. Die europäischen Öl- und Gasgiganten Shell und BP trotzen derweil weltweiten Konjunktursorgen, geopolitischen Turbulenzen und steigenden Nachhaltigkeitsauflagen. Mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal untermauern beide Konzerne ihre Rolle als zuverlässige Cash-Maschinen. Für Anleger bedeutet das prall gefüllte Töpfe für Ausschüttungen und Aktienrückkäufe. Der Green-Tech-Spezialist Zefiro Methane setzt hingegen bei einem massiven Problem an, welches die Branche verschuldet hat und wandelt es in ein hochrentables Geschäftsmodell um. Über zwei Millionen verwaiste Öl- und Gasbohrlöcher (Orphan Wells) stoßen allein in den USA unkontrolliert Methan aus. Methan ist für rund 30 % des globalen Temperaturanstiegs verantwortlich und weist in einem Zeitraum von 20 Jahren eine rund 80-mal stärkere Erwärmungswirkung auf als Kohlendioxid. Milliardenschwerere Regierungsprogramme adressieren das Problem. Zefiro Methane hat sich in diesem mit rund 500 Mrd. USD schweren Markt exzellent positioniert. Die Anteilsscheine besitzen nach Meinung von Analysten ein Kurspotenzial von über 200 %.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 05.08.2026 | 04:52

    Der neue Goldrausch heißt Kernenergie! Wie profitiert American Atomics vom KI-Boom, den Amazon, Microsoft und SAP befeuern?

    • Atomenergie
    • CO2
    • Versorgungssicherheit
    • Klimaneutralität
    • KI
    • KI-Rechenzentren
    • Rechenzentren
    • Cloud
    • Investments

    Microsoft und Amazon liefern sich ein milliardenschweres Wettrennen. Die starken Quartalszahlen der beiden Techriesen haben zuletzt die Wall Street elektrisiert. Anleger feierten die erfolgreiche Monetarisierung der KI-Cloud-Dienste und volle Auftragsbücher. Auch die Zahlen der deutschen Softwareschmiede SAP kamen gut an. Der Ausbau von Cloud-Plattformen und KI-Rechenzentren verschlingt nicht nur Investitionen in bislang unbekanntem Ausmaß, sondern auch enorme Mengen an Strom. Vor diesem Hintergrund erlebt die Kernenergie eine Renaissance. Sie liefert sicher und konstant jene benötigte Grundlast und verursacht gleichzeitig nahezu keine CO₂-Emissionen. Für Unternehmen wie American Atomics eröffnet sich damit ein chancenreiches Marktumfeld. Die Kanadier sind dabei, eine vertikal integrierte nordamerikanische Nuklear-Brennstofflieferkette aufzubauen und können entscheidende Meilensteine markieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 03.08.2026 | 05:30

    Wasserstoff-Realität 2026: Nel ASA und A.H.T. Syngas liefern während sich BP zurückzieht

    • Nel ASA
    • A.H.T. Syngas Technology
    • BP
    • Elektrolyseure
    • grüner Wasserstoff
    • Synthesegas
    • Biomasse
    • Holzreste
    • Wasserstoff
    • Öl
    • Gas
    • Erneuerbare Energien

    Die Wasserstoff-Industrialisierung steuert auf ihren entscheidenden Wendepunkt zu. Während die großen Ölmultis ihre grünen Milliardenprojekte überraschend kappen, bleibt die Nachfrage nach sauberer Energie ungebrochen. Investoren müssen umdenken. Die Zukunft der Energie wird nicht von den ehemaligen Vorreitern, sondern von spezialisierten Technologiefirmen und Nischenplayern bestimmt, die nun die sich bietende Chance ergreifen wollen. Wir greifen diese Konstellation auf und sehen uns Nel ASA als Pionier der Elektrolyse-Technik, A.H.T. Syngas als kreativen Nischenanbieter für dezentrale Wasserstofflösungen und BP als den zurückrudernden Energieriesen genauer an.

    Zum Kommentar