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01.09.2021 | 05:08

Nel, dynaCERT, Porsche – innovativ und chancenreich, warum jetzt?

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Der Klimawandel erfordert die Dekarbonisierung der Industrie, besser früher als später. Wie sieht zukünftig eine grüne Mobilität aus? Hier geben Vertreter der Wasserstofftechnologie und Elektromobilität ganz unterschiedliche Antworten. Es existieren zudem innovative Brückentechnologien und die Innovationskraft großer Automobilhersteller sollte man auch nicht unterschätzen. Wer bringt die meiste PS auf die Straße?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038

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Inhaltsverzeichnis:


    NEL ASA – Langer Weg bis zur Gewinnzone

    Die Aktie von Nel ist seit längerer Zeit gehörig unter Druck. Zwar konnte das Papier jüngst zu einer Gegenbewegung ansetzen, doch letztendlich passen operative Zahlen und die Bewertung nicht zusammen. Zudem enttäuschten die Norweger mehrfach und sorgten bei Anlegern für Verunsicherung. Nel spielt in der obersten Liga der Wasserstoff-Tankstellentechnologie mit. Zahlreiche Kooperationen mit namhaften Unternehmen konnten geschlossen werden, jedoch werden hauptsächlich Pilotprojekte realisiert.

    Die Unternehmenskasse ist durch einige Kapitalerhöhungen gut gefüllt. Das ist auch überlebensnotwendig, da die Gesellschaft noch weit von der Gewinnzone entfernt ist. Im zweiten Quartal wurde bei einem Umsatz von 163,7 Mio. Norwegische Kronen (NOK) ein Verlust von 149,1 Mio. NOK erzielt! Analysten prognostizieren für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 786 Mio. NOK und einen Verlust von 1,1 Mrd. NOK. 2022 werden sich laut Expertenschätzungen die Erlöse verdoppeln, der Verlust soll sich auf rund 380 NOK deutlich reduzieren. Immerhin sollte Nel dann immer noch über einen Netto-Cash-Bestand von rund 1,7 Mrd. NOK verfügen.

    DYNACERT INC - Innovative Brückentechnologie vor dem Durchbruch?

    Die Kanadier treffen mit ihren Lösungen den Nerv der Zeit. Viele Staaten arbeiten intensiv an nationalen Wasserstoffstrategien, dies bestätigt eine Analyse des Weltenergierats (WEC). Besonders fortschrittlich sind mehrere Länder Europas, Australien, China und der Mittlere Osten. Um den Klimawandel halbwegs beherrschbar zu machen, müssen laut Weltklimarat die weltweiten CO2-Emissionen bis spätestens 2050 um 40 bis 70% gesenkt werden. Elektromobilität ist in aller Munde. Aber in Bezug auf den Schwerlastverkehr ist die Elektromobilität noch weit von einem Marktdurchbruch entfernt.

    Die innovative Technologie von dynaCERT setzt bei konventionellen Dieselantrieben an. Durch die Einspritzung einer geringen Menge von Wasserstoff kann der CO2-Aussstoß um ganze 19% gesenkt werden und das ohne leistungstechnische Einbußen. Mittels des mobilen Elektrolyseurs namens HydraGEN wird die geringe, benötigte Wasserstoff-Menge direkt im Fahrzeug auf Abruf produziert. Eine sinnvolle Erweiterung des Lösungsportfolios ist die proprietäre Telematik-Lösung HydraLYTICA. Damit können die Emissionseinsparungen gesetzeskonform dokumentiert werden. Auf dieser Basis können digitale Emissionszertifikate generiert werden, die bares Geld bedeuten.

    Der Proof-of-Concept der dynaCERT-Lösungen wurde bereits in Form mehrerer Pilotprojekte erbracht. Jüngst wurde zudem eine strategische Allianz mit dem ebenfalls in Kanada ansässigen Unternehmen Galaxy Power bekannt gegeben. Beide Gesellschaften bündeln ihre Anstrengungen um neue Technologien auf Basis von Wasserstoff zu entwickeln und damit neue Geschäftsbereiche zu erschließen.

    Am 30. September laden die Kanadier zur Hauptversammlung ein. Man darf gespannt sein, welche Neuigkeiten die Gesellschaft im Rahmen des Anlegertreffens vermelden kann. Fest steht, dass die Gesellschaft über eine ausgereifte Technologie verfügt, die einfach in bestehende Antriebssysteme zu integrieren ist und einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten kann. Der adressierbare Markt ist groß. Mit einer Marktkapitalisierung von 105 Mio. CAD ist dieses Potenzial offensichtlich nicht eingepreist.

    PORSCHE AUTOMOBIL HOLDING SE – KGV von 6

    Das Kerninvestment der Holding, die von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird, bildet der gut 53%ige Besitzanteil an Stammaktien von Volkswagen. VW wurde kürzlich durch das Center of Automotive Management (CAR) in Partnerschaft mit der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) mit dem AutomotiveINNOVATIONS Award ausgezeichnet und damit zum weltweit innovativsten Automobilhersteller gekürt. Und operativ läuft es auch rund, zur Freude des Großaktionärs.

    Durch einen hohen Gewinnausweis von VW im ersten Halbjahr, konnte die Beteiligungsholding in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von beachtlichen 2,46 Mrd. EUR verbuchen. Im Vorjahreszeitraum musste coronabedingt noch ein Verlust in Höhe von 329 Mio. EUR verschmerzt werden. Die Gesamtjahresziele hat Porsche deutlich erhöht. Danach beträgt das 2021er KGV lediglich 6,5. Laut Analystenprognosen sinkt die Kennzahl für 2022 auf 5,7 und zusätzlich winkt eine Dividendenrendite von über 4%. Porsche ist derzeit mit rund 27 Mrd. EUR bewertet, allein das VW-Aktienpaket ist 44 Mrd. EUR wert.


    Grüne Mobilitätskonzepte sind ein elementarer Bestandteil, um Emissionen zu reduzieren. dynaCERT liefert mit seinen Lösungen die richtigen Antworten. Zudem ist die Gesellschaft moderat bewertet. Für Nel ist es noch ein langer und steiniger Weg. Die Frage bleibt, wann der kommerzielle Durchbruch gelingt. Mit der Porsche-Aktie investieren Anleger mit Discount in einen der größten Automobilhersteller der Welt, dem jüngst zudem eine hohe Innovationskraft bescheinigt wurde.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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