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04.07.2024 | 05:50

Super Micro Computer, Verve Group, Rheinmetall – investieren in Marktmegatrends

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Bildquelle: pixabay.com

Der jüngste Anstieg an den Aktienmärkten hat mehrere Schlüsselbereiche beflügelt, wobei technologische Innovationen und Verteidigungsindustrie im Mittelpunkt stehen. Analysten prognostizieren weiterhin positive Entwicklungen, angetrieben durch starke Quartalsergebnisse und strategische Expansionen. Investoren zeigen ein wachsendes Vertrauen, was sich in den steigenden Aktienkursen widerspiegelt. Diese Trends deuten darauf hin, dass die Unternehmen, die sich in diesen Sektoren engagieren, in den kommenden Monaten weiterhin an Dynamik gewinnen könnten, was eine spannende Zeit für Marktbeobachter und Investoren gleichermaßen verspricht.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043 , VERVE GROUP SE | SE0018538068 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    Super Micro Computer – Nachfrage bleibt hoch

    Spätestens seit ChatGPT seinen Siegeszug begonnen hat, ist das Thema Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde. Für KI benötigt man große Rechenzentren, denn diese sind essenziell für die Entwicklung und den Einsatz von KI, da sie notwendige Rechenleistung, Speicherkapazität und Netzwerkinfrastruktur bereitstellen. Sie ermöglichen effiziente Energieverwendung, Skalierbarkeit und Sicherheit. Hier kommt Super Micro Computer ins Spiel. Das Unternehmen ist Nvidia Partner und bestückt seine Data Center mit spezialisierter Hardware wie KI-Beschleunigern und GPU-Clustern, die die rechenintensiven Aufgaben schultern können. Langfristig können eigene Rechenzentren kosteneffizienter sein als Cloud-Dienste, besonders für Unternehmen mit konstanten KI-Workloads.

    Durch die hohe Nachfrage nach hochwertiger Hardware, hat Super Micro Computer in den letzten Monaten beeindruckende finanzielle Ergebnisse gezeigt. Der Aktienkurs ist seit April 2023 um satte 750 % gestiegen. Diese außerordentliche Wertentwicklung unterstreicht die Stärke des Unternehmens und seine führende Position im Aufbau von Rechenzentren. Das spiegelt sich auch in Elon Musks jüngstem Statement zu seinem geplanten Supercomputer wider. Der CEO von X (ehemals Twitter) kündigte an, dass er Super Micro Computer und Dell ausgewählt hat, seinen Computer zu bauen. Diese Nachricht trieb die Aktie in die Höhe. Anleger sehen nun weiteres Potenzial in dem Unternehmen.

    Das Unternehmen ist gut aufgestellt, um vom anhaltenden KI-Boom zu profitieren. Die Expertise in flüssigkeitsgekühlten Serversystemen, welche für höhere Energieeffizienz sorgen, verschafft dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Mit einem Umsatzanstieg von 200 % im letzten Quartal und zukunftssicheren Lösungen für anspruchsvolle KI-Anwendungen bleibt Super Micro ein Favorit unter Anlegern. Trotz jüngster Volatilität zeigt die Aktie Anzeichen einer nachhaltigen Erholung. Das Wachstumspotenzial spiegelt sich nicht nur in den Zahlen wider, sondern auch in den zukunftsträchtigen Projekten und Partnerschaften des Unternehmens.

    Verve Group - stärkt Position durch Jun Group Übernahme

    Aus der MGI Media and Games Invest ist die Verve Group geworden. Das wurde auf der Hauptversammlung abgesegnet. Damit hat man der Transformation zum Werbeunternehmen Rechnung getragen. Um personalisierte Werbung auszuliefern nutzt man Künstliche Intelligenz und detaillierte Datenanalysen. Mit der jüngsten Übernahme der Jun Group wurde ein starkes Signal an den Werbemarkt gesendet. Durch diesen strategischen Schritt positioniert sich das Unternehmen für ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Integration der Jun Group verspricht erhebliche Synergieeffekte, insbesondere auf der Umsatzseite. Diese transformative Transaktion wird die Größe und Profitabilität der Verve Group signifikant steigern, wobei insbesondere durch die Kombination der Produkt- und Kundenstrukturen umfangreiche Umsatzsynergien erwartet werden.

    Die prognostizierten Umsätze und Gewinne der Verve Group SE wurden aufgrund dieser Akquisition angehoben. Der erwartete Konzernumsatz für das laufende Geschäftsjahr 2024 beläuft sich auf 380,12 Mio. EUR, mit einem prognostizierten EBITDA von 108,92 Mio. EUR. Für die Jahre 2025 und 2026 werden Umsätze von 475,91 Mio. EUR bzw. 596,79 Mio. EUR erwartet. Die operativen Ergebnisse sollen dabei entsprechend zulegen. Die Jun Group soll etwa 23 % zum Umsatz und 43 % zum bereinigten operativen Ergebnis beitragen, was zu einem erwarteten Konzernumsatz im aktuellen Geschäftsjahr von ca. 447,0 Mio. EUR und einem bereinigten EBITDA von ca. 151,0 Mio. EUR führen soll.

    Finanziell hat sich das Unternehmen durch Einnahmen in Höhe von 450 Mio. SEK (rund 39,5 Mio. EUR) aus einer Aktienplatzierung und die Ausgabe einer Anleihe in Höhe von 65 Mio. EUR deutlich Luft verschafft. Mit dem Geld wird die bestehende Anleihe 2020/2024 zurückgezahlt. Die Finanzierungskosten wurden so um 2,37 % gesenkt, was aufs Jahr gerechnet eine Ersparnis von rund 10 Mio. EUR ausmacht. Die Analysten von GBC bewerten die Verve Group SE positiv und haben das Kursziel für die Aktie deutlich erhöht. Anhand eines DCF-Modells wurde der faire Wert der Aktie zum Ende des Jahres 2024 auf 6,00 EUR je Aktie festgelegt. Dies spiegelt die optimistische Einschätzung der Analysten wider, die aufgrund der akquirierten Jun Group und den damit verbundenen Wachstums- und Synergiepotenzialen weiterhin ein erhebliches Kurspotenzial in der Verve-Aktie sehen. Die Aktie hat sich seit Anfang März mehr als verdoppelt und notiert aktuell bei 24,30 SEK.

    Rheinmetall - Joint Venture mit Leonardo?

    Seit dem Ukraine Konflikt konnte die Aktie von Rheinmetall ordentlich zulegen. Doch wie geht es weiter? Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und der italienische Wettbewerber Leonardo befinden sich laut Berichten der italienischen Zeitung Il Sole 24 Ore in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein mögliches Joint Venture. Dieses soll sich auf die Auftragsabwicklung von Bestellungen neuer Panzer und gepanzerter Fahrzeuge durch die italienische Armee konzentrieren. Eine entsprechende Absichtserklärung könnte bereits in den nächsten Tagen unterzeichnet werden. Ein mögliches Auftragsvolumen von rund 20 Mrd. EUR steht im Raum, inklusive einer Beteiligung Leonardos am europäischen Panzerprojekt MGCS.

    Zudem erhielten die Düsseldorfer kürzlich den größten Auftrag in der Firmengeschichte von der Bundeswehr. Der Auftrag umfasst die Lieferung von 6.500 Militär-LKW im Gesamtwert von bis zu 3,5 Mrd. EUR. Der erste Teil des Auftrags, 250 Lastwagen, soll noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Der Großauftrag wird im 3. Quartal verbucht und wird größtenteils aus dem Sondervermögen der Bundeswehr finanziert. Rheinmetall arbeitet an neuen Panzerkonzepten. Derzeit entwickelt man eine Version des Leopard-1-Panzers, ausgestattet mit der modernen Skyranger-Flugabwehrkanone, die dank ihrer Fähigkeit, kleinste Flugbewegungen autonom zu bekämpfen, insbesondere gegen Drohnenangriffe effektiv ist.

    Zudem hat Rheinmetall seine Produktionskapazitäten in verschiedenen Bereichen massiv ausgebaut, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger zeigt sich optimistisch, dass Rheinmetall weiterhin von steigenden Militärausgaben profitieren wird. Die Zahlen zum 2. Quartal sollen am 8. August bekannt gegeben werden. Im Juni vergaben sowohl Berenberg als auch Goldman Sachs eine Kaufempfehlung. Die Kursziele lagen dabei zwischen 590 und 635 EUR. Bei einem gegenwärtigen Aktienkurs von 481,80 EUR bedeutet das ein Potenzial von über 20 %.


    Alle drei Unternehmen sind aktuell in Wachstumsmärkten unterwegs. Super Micro Computer verzeichnet beeindruckende Finanzergebnisse dank des KI-Booms. Die Verve Group stärkt ihre Marktposition durch die Übernahme der Jun Group und erwartet beträchtliches Umsatz- und Gewinnwachstum. Rheinmetall profitiert von gestiegenen Militärausgaben und steht aufgrund einer möglichen Partnerschaft mit Leonardo vor positiven Zukunftsaussichten. Analysten sind optimistisch und prognostizieren weiterhin positive Entwicklungen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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