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10.09.2024 | 05:10

Broadcom, BlockchainK2, c3.ai – KI-Hype voll im Gange

  • Künstliche Intelligenz
  • Blockchain
Bildquelle: pixabay.com

Der Aufstieg des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz setzt sich unbeirrt fort. So dürfte die aktuell laufende Korrektur bei Werten mit KI-Bezug als langfristige Einstiegschance zu bewerten sein. Welche Bedeutung der noch am Beginn stehende Superzyklus bereits jetzt einnimmt, zeigt die Tatsache, dass mit dem US-Datenspezialisten Palantir ein erster Player den Einzug in den elitären S&P 500 geschafft hat. Zudem rücken immer neue Unternehmen auf den Markt, die mit innovativen Technologien zukünftig deutlich an Börsenwert gewinnen könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: C3.AI INC | US12468P1049 , BROADCOM INC. DL-_001 | US11135F1012 , BLOCKCHAINK2 CORP | CA09369M1077

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Inhaltsverzeichnis:


    c3.ai – Ausblick verhagelt den Kurs

    Neben Palantir, das sich laut den Analysten von Forrester Research zu einem der größten Akteure in diesem Markt entwickelt, gilt das von Tech-Veteranen Thomas Siebel gegründete Unternehmen zu den aussichtsreichsten Unternehmen im Bereich Enterprise-Software. Im angelaufenen Geschäftsquartal konnte c3.ai seine Leistung gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern und die Analystenschätzungen sogar leicht übertreffen. Mit einem Anstieg der Erlöse um 20,5 % auf 87,2 Mio. USD im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs.

    Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie konnte das Unternehmen aus Redwood City in Kalifornien mit einem Fehlbetrag von lediglich -0,05 USD pro Aktie die Erwartungen der Experten schlagen, die mit -0,13 USD je Anteilsschein rechneten. Trotz eines Gesamtnettoverlusts von 62,8 Mio. USD nach GAAP, wovon fast 55 Mio. USD auf Aktienvergütungen entfielen, hat c3.ai seine finanzielle Lage im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem ein Fehlbetrag von über 64 Mio. USD verzeichnet wurde, stabilisiert.

    Auf das Gemüt der Aktionäre schlug dagegen der Ausblick, wodurch sich die Aktie nach Verkündung der Zahlen um bis zu 18 % auf 18,85 USD erleichterte. Die Umsatzprognose für das zweite Fiskalquartal liegt mit 91,1 Mio. USD leicht unter den Analystenschätzungen von 91,3 Mio. USD.
    Für das gesamte Jahr erwartet c3.ai Umsätze zwischen 370 und 395 Mio. USD, wobei auch hier die Schätzung hinter den Marktprognosen zurückbleibt. Der prognostizierte operative Verlust soll sich auf 95 bis 125 Mio. USD belaufen.

    BlockchainK2 – Innovation mit Wachstumsfantasie

    Noch weitgehend unbekannt ist die mit lediglich 4,24 Mio. CAD bewertete Holdinggesellschaft BlockchainK2, die in Unternehmen investiert, die das Potenzial haben, die Revolution der Blockchain-Technologie in ihren jeweiligen Branchen zu beschleunigen, gleich ob im Gaming-, Finanz- oder Gesundheitsbereich. Das heißeste Eisen schmieden die Kanadier derzeit mit der Finanzplattform RealBlocks, die die Bedürfnisse der modernen Investmentgemeinschaft durch verbesserten Zugang und Liquidität zu alternativen Anlagen erfüllt. Hier verbindet RealBlocks Fondsmanager mit seinem Netzwerk aus Vertriebspartnern, einschließlich Platzierungsagenten, Drittvermarktern, unabhängigen Maklern und Bankkonzernen.

    Der gesamte adressierbare Markt belief sich hier bereits im Jahr 2023 laut Preqin auf 14,00 Bio. USD. Dabei ist die Kundschaft von RealBlocks vielschichtig und enthält unter anderem Institutionelle, Immobilienfondsmanager, Venture Capital Sekundärmarktfonds, Hedge-Fonds, private Kreditfonds, Infrastrukturfonds bis hin zu Versicherungsgesellschaften.

    So wählte der US-Immobilien-Asset-Manager LaSalle Investment Management die Plattform von RealBlocks für die Vermarktung seines globalen Immobilienportfolios mit einem Wert in Höhe von 77 Mrd. USD. Neben BlockchainK2 zählen namhafte Investoren wie Morgan Creek Digital, Science Inc. und Ulu Venture zum Anlegerkreis.

    Die Aktie von BlockchainK2 konnte trotz der aussichtsreichen Positionierung noch kaum profitieren und notiert aktuell auf einem Jahrestief bei 0,14 CAD. Rund 30 % des Unternehmens liegen dabei noch in den Händen des Managements bzw. der Gründer.

    Broadcom – Analysten optimistisch

    Auch der Halbleitergigant Broadcom kam nach der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen zum dritten Quartal mächtig unter die Räder und verlor im Anschluss knapp 10 % auf 136,60 USD an Wert. Und auch hier verhagelte der Ausblick mit 14 Mrd. USD für das Abschlussquartal die gute Stimmung, während Analysten mit 14,1 Mrd. USD gerechnet hatten.

    Im abgeschlossenen dritten Quartal, das Ende Juli endete, stieg der Umsatz von Broadcom im Jahresvergleich um 47 % auf etwa 13,1 Mrd. USD, womit er die Markterwartungen übertraf. Der deutliche Anstieg ist jedoch hauptsächlich auf die Übernahme der Software-Firma VMware zurückzuführen. Ohne deren Geschäftsbeitrag wäre der Umsatzanstieg bei 4 % gelegen. Broadcom erwartet, dass Technologien für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz in diesem Geschäftsjahr einen Umsatz von 12 Mrd. USD generieren werden.

    Unterm Strich musste Broadcom einen Quartalsverlust von 1,875 Mrd. USD hinnehmen, verglichen mit einem Gewinn von 3,3 Mrd. USD im Vorjahr. Als Grund für die Verluste nannte das Unternehmen eine Belastung von 4,5 Mrd. USD, die durch die Verlagerung von Urheberrechten in die USA im Rahmen einer Umstrukturierung der Zuliefererkette entstand.

    Trotz des ernüchternden Ausblicks ist die Analystengemeinde weiterhin positiv gestimmt. So erhöhte die US-Investmentbank Goldman Sachs das Kursziel für Broadcom nach Zahlen von 185 auf 190 USD und wiederholte das Anlagevotum „Kaufen“.


    Der Markt für Künstliche Intelligenz wächst und neue Innovationen drängen in den Vordergrund. Dabei dürfte BlockchainK2 aufgrund der steigenden Nachfrage nach Blockchain-Lösungen profitieren. c3.ai sowie Broadcom konnten mit ihren Ausblicken wenig überzeugen, die Analysten sehen jedoch weiterhin hohes Potenzial.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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