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04.01.2024 | 04:45

Hier spielt die Musik: Top-Werte für 2024 gesucht! Mercedes, Globex Mining, BYD und NIO zum TÜV!

  • E-Mobilität
  • Rohstoffe
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Bildquelle: pixabay.com

Das war kein einfaches Jahr für die sonst so beliebten Automobiltitel. Berlin und Brüssel wollen keine Verbrenner mehr, der Konsument hingegen schon. Dann wurde zu Weihnachten auch noch der Umweltbonus gestrichen. Die Ampel-Regierung ist der Meinung, E-Mobilität sollte sich nun von selbst verkaufen. Weit gefehlt sagen die Experten, die Verbrenner machen immer noch 97 % der Fahrzeuge auf den Straßen aus. Die Amtierenden regieren offensichtlich für Minderheiten, denn schon lange fehlt es an wissenschaftlichen Fakten und mangelndem Fingerspitzengefühl. Aber gut, der Kunde votiert mit den Füßen, macht Neufahrzeuge zu Ladenhütern und besorgt sich den geliebten Diesel-SUV über den Gebrauchtmarkt. Dieser könnte in den nächsten Jahren sogar florieren und Knappheitsaufschläge verlangen. Wo liegen die Chancen für Anleger?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

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Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz Group – Der volle Umweltprämie als Rabatt

    Wer im letzten Jahr auf Mercedes-Benz gesetzt hat, erwischte zumindest einen gehaltenen Wert im Dax 40-Index. Der Querschnitt gemessen am Index erreichte zwar ein Plus von 19 %, dennoch war diese Super-Performance auf die fünf Schwergewichte Siemens, SAP, Allianz, Telekom und Airbus zurückzuführen. Insgesamt gab es im Index 26 Verlierer und nur 14 Gewinner.

    Ins neue Jahr sind die Stuttgarter mit einer werbewirksamen Strategie gestartet. So will der Konzern nach dem Wegfall der Umweltprämie bis Ende Januar einen 1:1 Nachlass auf seine E-Neuwagen gewähren. Klug gemacht, denn die maximal 4.500 EUR Ökobonus hat der Konzern durch eine Preiserhöhung längst aufgefangen. Bei einem geschätzten durchschnittlichen E-Neuwagenpreis von 74.000 EUR beträgt der durchschittliche Nachlass gerademal 6 % - wer gut verhandelt, konnte aber schon vor der Gesetzesänderung durchaus zweistellige Rabatte für sich vereinnahmen.

    Fundamental sollte ein Blick auf die Aktie geworfen werden, denn glaubt man den Experten auf der Plattform Refinitiv Eikon, beträgt das KGV auf Basis der 2024er Schätzungen gerademal 4,9. Obendrein gibt es eine Ausschüttung von über 8 %. So günstig stand der Premiumhersteller selten im Regal.

    Globex Mining – Großer Asset Deal vor der Jahreswende

    Wer auf fundamentale Bewertung schielt, sollte auch den kanadischen Explorer und Asset Manager Globex Mining (GMX) aus Quebec auf dem Radar haben. Das Unternehmen hat samt Vorgängergesellschaften schon mehr als 40 Jahre an Exploration und Entwicklung hinter sich gebracht. Seit Mitte der Siebziger ist CEO und Gründer Jack Stoch nun schon auf die Suche nach interessanten Edel- und Industriemetall-Liegenschaften. Manche Standorte werden selbst erforscht, andere werden im Paket oder mit Einzel-Lizenzen an Partner veroptioniert. So haben die Rohstoff-Experten insgesamt 240 interessante Liegenschaften angesammelt.

    Kurz vor Weihnachten gab es einen hörbaren Paukenschlag. Globex hat eine 100-prozentige Beteiligung an 8 Gruppierungen von fortgeschrittenen Goldexplorations-Claims an den Partner O3 Mining Inc. verkauft. Die Liegenschaften befinden sich nordwestlich von Lebel-Sur-Quevillon und umfassen insgesamt 156 Claims. Alle Grundstücke weisen Goldvorkommen auf, die entweder schon zu Tage treten oder in historischen Bohrlöchern durchschnitten wurden. Im Rahmen des Kaufabkommens zahlte O3 Mining beim Abschluss 2 Mio. CAD an Globex, bestehend aus 150.000 CAD in bar und 1.185.897 eigener Stammaktien. Diese notieren aktuell bei 1,60 CAD und verkörpern einen Gegenwert von 3,2 Mio. CAD, frei werden sie nach Haltefristen von 6 und 12 Monaten. Zusätzlich gibt es für die 156 Claims Royality-Gebühren zwischen 1 und 2,5 %, wenn die Förderung aufgenommen wird. O3 Mining ist mit einer Marktkapitalisierung von 140 Mio. CAD fast 3-mal so groß wie Globex und besitzt eine Vielzahl von Goldlagerstätten. Das geologische Fachwissen wird sich für Globex daher schnell in bare Münze verwandeln. Derzeit gibt es auf vollverwässerter Basis rund 57,7 Mio. GMX-Aktien. Nach einem Tief bei ca. 0,68 CAD konnte der Wert zum Jahreswechsel bis auf 0,95 CAD zulegen. Die Aktie dürfte u.E. auch in 2024 Freude bereiten, vor allem wenn der Goldpreis an Fahrt gewinnt.

    BYD und NIO – China setzt erneut Maßstäbe

    Die Entwicklung von Automobilaktien weltweit hinkt der allgemein guten Börsenstimmung hinterher. Das liegt an der inflationsbedingten Verteuerung der Produkte und der schwächeren Kaufkraft des potenziellen Erwerbers kostspieliger Neuwagen. Ein neues Auto ist für viele Familien zum absoluten Luxusgut geworden.

    Der chinesische Hersteller BYD hatte zu Jahresanfang bekannt gegeben, dass man im Jahr 2023 über 3 Millionen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben produziert hat. Tesla meldete gestern einen Ausstoß von 1,84 Millionen an reinen Elektro-Fahrzeugen. Damit ist BYD zwar in der Gesamtsicht vorne, Tesla ist aber der Weltmarktführer auf der E-Bühne. Obwohl BYD die 3-Millionen-Marke überschritten hat, blieb der Jahresabsatz leicht hinter den Erwartungen der Analysten von 3,05 Millionen Fahrzeugen zurück. Im Jahr 2023 konnte sich der Wert nur knapp behaupten, derzeit liegt der Kurs auch regungslos im Markt. Immerhin errechnet sich das KGV 2024e zu über 20 und es wird der 3-fache Buchwert bezahlt. Zum Vergleich: Die Volkswagen-Aktie handelt mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,3, ist also salopp ausgedrückt 10-mal günstiger!

    Der chinesische Konkurrent NIO ist noch als Start-Up zu bezeichnen. Anfang der Woche gab es auch hier Neuigkeiten. Der chinesische EV-Hersteller lieferte im Dezember 18.012 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Geschäftsjahr 2023 erreichte die verkaufte Produktion ganze 160.038 Einheiten, ein beachtlicher Anstieg von 30,7 % im Jahresvergleich. Auf dem NIO Day 2023 präsentierte das Unternehmen zudem sein neues Flaggschiff-Projekt, den ET9. Das avantgardistische Modell verkörpert die jüngsten Fortschritte von NIO in der technologischen Forschung bzgl. Antrieb und Sicherheit sowie im Interieur-Design. Ein Evolutionssprung ist die Reichweite von mindestens 700 Kilometer und eine 30 %-ige Batterieaufladung in nur 5 Minuten. Problematisch könnte der Preis sein: Die ersten Einheiten des neuen Modells werden voraussichtlich in Q1 2025 zu einem erstaunlichen hohen Verkaufspreis von 128.000 EUR ausgeliefert.

    Die NIO-Aktie hat in 2023 rund 13 % verloren und korrigiert mit den jüngsten Zahlen um weitere 10 %. NIO wird laut Experten-Schätzungen auf der Plattform Refinitiv Eikon erst ab 2028 in die schwarzen Zahlen kommen. BYD und NIO befinden sich offensichtlich weiter Korrekturmodus, besondere Kaufargumente gibt es aus fundamentaler Sicht eigentlich nicht.

    Unter den Vergleichswerten haben Tesla; Mercedes und Globex mit deutliche Plusrenditen die Nase vorn. Die chinesischen Automobil-Werte BYD und NIO konsolidieren weiter mit ordentlich negativen 12-Monatsrenditen. Quelle: Refinitiv Eikon vom 02.01.2024

    Im Automobilgeschäft ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Gerade wurde der Umweltbonus in Deutschland einkassiert, Hersteller sind aber bereit, für wenige Wochen einen Nachlass zu gewähren. Damit soll der letzte willige E-Fahrzeug-Interessent an den Verkaufstisch geholt werden. Zu erwarten ist im laufenden Jahr ein Einbruch im E-Mobilitätsgeschäft. Es verbleiben jedoch laut Aussage aus Berlin die sehr freundlichen Steuervorteile für die geschäftliche Nutzung. Im Zuge der weltweiten Teuerung und der hohen Unsicherheit steht des Automobilgeschäft weiter auf schwachen Beinen. Das Szenario könnte sich im Edelmetallbereich und damit auch bei Globex Mining gänzlich anders darstellen, wenn Gold endlich seine Strahlkraft bis über 2.150 USD entwickeln kann.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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