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19.03.2025 | 06:00

SAP, MiMedia, Alibaba – warum Cloud-Dienste die Goldgruben der Zukunft sind

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Bildquelle: pixabay.com

Microsoft setzt im 2. Quartal 2025 mit einem Umsatz von 69,6 Mrd. USD erneut ein Ausrufezeichen. Getrieben von Cloud-Diensten mit einem Plus von 21 % und Künstlicher Intelligenz (KI) mit 175 % Wachstum übertrumpfte der Tech-Riese Analystenerwartungen. Allein Azure und Cloud-Services legten um 31 % zu, während das KI-Geschäft 13 Mrd. USD einbrachte. Doch der Wettlauf hat erst begonnen: Microsoft plant 80 Mrd. USD für KI-Rechenzentren, was lediglich ein Bruchteil der globalen Investitionen darstellt, die den Cloud-Markt bis 2030 auf 2,4 Bio. USD katapultieren sollen. Wer zahlt die Rechnung für den KI-Hunger? Und wer profitiert am meisten? Die Antworten liegen in der Cloud.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SAP SE O.N. | DE0007164600 , MIMEDIA HOLDINGS INC | CA60250B1067 , ALIBABA GROUP HLDG LTD | KYG017191142

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Inhaltsverzeichnis:


    SAP - Cloud-Boom und KI-Treiber festigen Wachstumskurs

    Das Jahr 2024 markierte für SAP einen Meilenstein in der Cloud-Strategie. Die Clouderlöse stiegen um 25 % auf 17,1 Mrd. EUR, getrieben von der Cloud-ERP-Suite die ein Plus von 33 % erzielte. Der Total Cloud Backlog erreichte mit 63,3 Mrd. EUR einen Rekord, ein Plus von 40 % gegenüber 2023. Damit generiert das Unternehmen 83 % seiner Umsätze aus wiederkehrenden Erlösen, was Planbarkeit und Stabilität erhöht. Trotz Restrukturierungskosten von 3,1 Mrd. EUR legte das bereinigte Betriebsergebnis um 25 % zu. Der Free Cashflow sank zwar auf 4,1 Mrd. EUR, doch die Nettoliquidität blieb mit 1,7 Mrd. EUR solide.

    SAP setzt dabei auf mehr Künstliche Intelligenz (KI). Mit mehr als 130 KI-Anwendungsfällen und dem generativen Assistent „Joule“ mit 1.300 Funktionen wird die Automatisierung von Geschäftsprozessen vorangetrieben. Die Integration von KI in die Business Technology Platform ermöglicht Kunden, Lieferketten flexibel zu steuern oder Softwareentwicklung zu beschleunigen. Die Übernahme von WalkMe stärkt zudem die Cloud-Migrationstools. Mit Lösungen wie SAP Signavio und LeanIX unterstützt der Konzern Unternehmen bei der IT-Architekturoptimierung – ein entscheidender Hebel in Zeiten digitaler Transformation.

    Für 2025 prognostiziert SAP ein beschleunigtes Cloud-Wachstum von 26–28 %, was 21,6–21,9 Mrd. EUR entspricht, und ein bereinigtes Betriebsergebnis von 10,3–10,6 Mrd. EUR. Der Free Cashflow soll sich auf 8 Mrd. EUR verdoppeln. Risiken bleiben volatile Makroökonomie und Konkurrenzdruck durch Microsoft oder Oracle. Doch die Kombination aus stabiler Cloud-Dynamik, KI-Führerschaft und hoher Kundenbindung – über 34.000 Cloud-Kunden nutzen SAP Business AI – spricht für anhaltendes Momentum. Die kürzlich angekündigte Dividendenerhöhung unterstreicht das Vertrauen des Managements in die Zukunft. Die Aktie notiert derzeit bei 247,80 EUR.

    MiMedia - strategische Allianz mit Walmart

    Das Kerngeschäft von MiMedia Holdings basiert auf wiederkehrenden Einnahmen durch Cloud-Abos und Werbung innerhalb der App. In diesem Jahr soll die Massenauslieferung von vorinstallierten Geräten starten – allein in den USA sieht das Unternehmen ein Bruttoumsatzpotenzial von über 125 Mio. USD. Die Partnerschaft mit Media Digital Group (MDG), einem Spezialisten für die Monetarisierung digitaler Inhalte, erweitert die Reichweite, denn MDG hat eine große Nutzerbasis und gute Beziehungen zu Netzbetreibern. Die Mediengalerie und die Cloud-Dienste werden in über 35 Ländern angeboten. Mit Softwaremargen von über 80 % und niedrigen Implementierungskosten von unter 25.000 USD pro Partner, besteht die Möglichkeit das Produkt von MiMedia profitabel zu skalieren.

    Am 15. März 2025 setzte MiMedia Holdings mit einer strategischen Kooperation klare Akzente. Das Unternehmen verkündete eine Partnerschaft mit Walmart Latin America. Die Cloud-Plattform für alle Arten von persönlichen Medien wird auf Millionen Smartphones der Walmart-Tochter Bait in Mexiko integriert, die mit 18,3 Mio. Nutzern drittgrößter Mobilfunkanbieter des Landes ist und schnell wächst. Zudem bindet sich MiMedia in Walmarts digitale Ökosysteme ein, darunter Zahlungs- und Gesundheits-Apps. Parallel bestätigte der US-Partner Orbic auf dem Mobile World Congress die Integration von MiMedias Galerie in neue Caterpillar-Smartphones für den robusten Gerätemarkt, der bis 2033 auf 3,7 Mrd. USD wachsen soll.

    MiMedia fokussiert sich auf Regionen mit hohem Smartphone-Zuwachs wie Lateinamerika, Afrika oder Südostasien. Bis 2025 werden hier voraussichtlich 1 Mrd. neuer Android-Geräte verkauft. Die Integration in lokale Ökosysteme – wie nun bei Walmart – und Kooperationen mit Telekommunikationsanbietern sollen die Marktdurchdringung beschleunigen. Mit 35 Mio. vertraglich gesicherten Geräteinstallationen in den nächsten 2 Jahren und einer aktiven Pipeline für weitere Partnerschaften positioniert sich das Unternehmen geschickt abseits der Tech-Giganten. Die Aktie konnte bislang noch nicht von den guten Nachrichten profitieren und notiert aktuell bei 0,49 CAD.

    Alibaba - Chinas Vorreiter im KI-Wettlauf

    Alibaba festigt seine Rolle als Schlüsselakteur in der globalen KI-Landschaft. Mit dem QwQ-32B-Modell demonstriert das Unternehmen, dass Effizienz und Leistung nicht von der Größe abhängen müssen. Das Modell erreicht vergleichbare Ergebnisse wie der 671-Mrd. Parameter Konkurrent DeepSeek-R1 – bei nur 32 Mrd. Parametern. Diese Kompaktheit ermöglicht Kostenvorteile, da Unternehmen das Modell bereits mit Standard-GPUs nutzen können. Alibabas Open-Source-Strategie stärkt zudem sein Ökosystem, während der Zugang zu Chinas Elite-Ingenieuren und staatlicher Förderung die Entwicklung beschleunigt. Ein klarer Wettbewerbsvorteil im Rennen um KI-Spitzenpositionen.

    Alibabas jüngste Quartalszahlen unterstreichen die Tragfähigkeit seiner KI-Strategie. Der Umsatz stieg um 8 % auf 38,38 Mrd. USD, getrieben von der Cloud-Sparte mit einem Plus von 13 %, die zunehmend KI-Dienste nachfragt. Die Integration von KI in E-Commerce, Logistik und Finanzdienstleistungen zeigt messbare Effekte – von höherer Nutzerbindung bis zu optimierten Betriebskosten. Trotz eines Aktienanstiegs von 66 % seit Jahresbeginn erscheint die Bewertung mit einem KGV von 20 attraktiv, insbesondere im Vergleich zu US-Konkurrenten wie Amazon mit einem KGV 35. Analysten sehen hier Raum für eine Neubewertung.

    Alibabas Stärke liegt in der Symbiose aus staatlicher Unterstützung und unternehmerischer Agilität. Initiativen wie der 47,5 Mrd. USD Chipfonds „Big Fund III“ stärken die heimische Halbleiterindustrie, die eine kritische Basis für KI-Ambitionen darstellt. Doch der Erfolg hängt an politischer Gunst. Die Abhängigkeit von Pekings Wohlwollen zeigt sich am Beispiel der regulatorischen Repressionen gegen Gründer Jack Ma 2023. Zudem könnten Konkurrenten wie Tencent oder Baidu mit eigenen KI-Modellen Marktanteile gewinnen. Trotz dieser Risiken bleibt Alibaba ein Schlüsselplayer in Chinas Mission, die KI-Führung zu übernehmen – mit Potenzial, globale Tech-Giganten herauszufordern. Derzeit ist die Aktie für 147,57 USD zu haben.


    Die Cloud-Ära zeigt ihre volle Kraft: Microsoft, SAP, MiMedia und Alibaba demonstrieren, wie KI-Integration, skalierbare Abo-Modelle und globale Partnerschaften den Markt prägen. Während Tech-Giganten wie Microsoft mit Milliardeninvestitionen in Rechenzentren die KI-Infrastruktur dominieren, setzt SAP auf stabile Cloud-ERP-Erlöse und KI-gesteuerte Prozessautomatisierung. MiMedia nutzt smarte Allianzen in Schwellenländern um seine Cloudtechnologie auf Smartphones zu platzieren. Alibaba kombiniert staatliche Förderung mit effizienter KI-Entwicklung. Trotz Risiken wie Wettbewerbsdruck oder politischer Abhängigkeit bleibt die Cloud die Goldgrube. Bis 2030 soll der Markt auf 2,4 Bio. USD wachsen, angetrieben von unstillbarem KI-Hunger.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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