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09.07.2021 | 05:10

Inflation: Vermögen durch Anlage in Sachwerten schützen

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Liquidität vieler Haushalte, gepaart mit der anhaltend hohen Beschäftigungsquote, führt unmittelbar zu höheren Ausgaben. Seitdem Banken einen Negativzins auf das Ersparte verlangen, ist der Sparer gezwungen, sein Geld anzulegen. Schließlich kann das liebe Geld bereits morgen nicht mehr das bedeuten, was es heute war. Aktien und Rohstoffe bieten als Sachwerte jedoch noch gute Chancen für eine Absicherung des eigenen Vermögens. Schließlich ist ihr Wert auch in Zukunft gefragt, wie wir nachfolgend analysieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CARNAVALE RESOURCES LTD | AU000000CAV5 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , DAIMLER AG NA O.N. | DE0007100000

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Inhaltsverzeichnis:


    Ausgewogenes Portfolio

    Das Explorationsunternehmen Carnavale Resources trifft mit seiner Anlagestrategie den Nerv der Zeit. Im diversifizierten Portfolio der Australier befinden sich vier aussichtsreiche Explorationsprojekte im Frühstadium. Der Fokus liegt neben zwei Goldprojekten auf zwei Vorkommen, bei denen durch frühere Bohrungen hohe Anteile an Industriemetallen wie Kupfer, Nickel und Platin nachgewiesen wurden.

    Sowohl Nickel als auch Kupfer sind essenziell für den Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektroautomobil. Nickel spielt im Kampf der Autobauer um die Reichweite der E-Karosse eine entscheidende Rolle. Je mehr Nickelanteil die Batterie besitzt, desto effizienter das Fahrzeug. Das globale primäre Nickelangebot wird von Indonesien dominiert, das 27% des Weltmarktes beliefert. Der Hauptabnehmer des in Indonesien produzierten Nickels ist jedoch China. Chinesische Konzerne sind bereits an indonesischen Bergbauunternehmen beteiligt oder besitzen langlaufende Abnahmeverträge, so dass die westliche Welt nach anderen Alternativen suchen muss. Die steigende Nickelnachfrage von Seiten der Autoindustrie, Experten rechnen mit 23% bis 2030, zeigt einmal mehr die Not der Branche.

    Mit dem Barracuda-Projekt mit Nickel-, Kupfer- und Platingruppenmetallen und dem Nickelprojekt Grey Dam hat Carnavale Resources zwei aussichtsreiche Vorkommen identifiziert, die den Bedarf an Rohstoffen für die Energiewende zumindest in Teilen stillen könnten.

    Vor Inflation geschützt

    Die stark steigende Inflation ist im Moment das vorherrschende Thema an den Märkten. Reagiert die Fed oder treibt sie die ultralockere Geldpolitik zu Gunsten des Wirtschaftswachstums weiter voran? Gold und Silber gelten seit jeher als Inflations- und Kapitalschutz. Auch hier kann Carnavale Resources mit zwei aussichtsreichen Projekten, die nahe Kalgoorlie in Westaustralien liegen, glänzen.

    Am weitesten fortgeschritten ist dabei das Goldprojekt Kookynie, an dem bereits das dritte Gold-Bohrprogramm abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse waren hier schlicht beeindruckend. So wurden extrem hochgradige Abschnitte von je 2m mit 16,25 g/t und 3,34 g/t nachgewiesen. Zudem rechnet das Explorationsunternehmen in den nächsten Wochen mit neuen Ergebnissen aus den bereits durchgeführten Aircore-Bohrungen.

    Aktuell hat Carnavale Resources rund 2,5 Mio. EUR an Cash, ausreichend, um die Bohrziele 2021 zu erreichen. Außerdem will das Unternehmen auch weiterhin interessante Explorations- und Erschließungsprojekte evaluieren, die Potenzial haben, den Wert des Portfolios zu steigern. Insgesamt besitzt Carnavale Resources eine gute Mischung, um an den verschiedenen Trends partizipieren zu können. Die Entwicklung der einzelnen Vorkommen steht jedoch noch am Beginn. Deshalb eignet sich ein Investment für spekulative Investoren. Beim Ordern sollte man das Limitieren nicht vergessen.

    Optimistische Aussichten

    Obwohl die Probleme mit der Beschaffung von Halbleitern immer noch nicht gelöst sind, versprüht die Daimler-Zentrale im Vorfeld der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal Optimismus. Vorab wurde bekannt, dass Daimler die Auslieferungen von Mercedes-Benz Pkws im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der von der Corona-Pandemie stark geprägt war, um knapp 25% auf 1,16 Mio. Einheiten steigern konnte.

    Analysten schätzen laut Bloomberg den Konzernumsatz auf knapp 39,9 Mrd. EUR. Zudem wird nach einem Verlust von 708 Mio. EUR vor Sondereffekten für den aktuellen Zeitraum beim operativen Ergebnis ein Gewinn von 3,8 Mrd. EUR erwartet. Für das Gesamtjahr rechnen die befragten Experten mit einer Steigerung des Umsatzes von 12% auf 173 Mrd. EUR und einem operativen Ergebnis von 17,3 Mrd. EUR. Dies würde einer Verdopplung des Vorjahresergebnisses gleichkommen.

    Teures Vergehen

    Harte Strafen für die Autoriesen Volkswagen und BMW. Wegen rechtswidriger Absprachen zu Adblue-Tanks für eine bessere Abgasreinigung soll BMW knapp 373 Mio. EUR zahlen, Volkswagen rund 502 Mio. EUR. Das teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Dagegen kommt Daimler wegen der Kronzeugenregelung ohne Strafe davon.

    Für die Aktie von Volkswagen geht es um das Verteidigen der 200-EUR Marke. Sollte diese brechen, wäre ein Abrutschen unter die 180 EUR-Marke möglich.


    Die Autobauer beschleunigen den Wandel Ihrer Produktion vom Verbrennungsmotor zum mit Batterie betriebenen Elektroauto. Profiteur dieser Strategie sind vor allem Produzenten der knappen Metalle. Carnavale Resources besitzt mehrere aussichtsreiche Vorkommen in Australien und langfristig Potenzial. Volkswagen und Daimler befinden sich im Moment im Korrekturmodus. Hier sollte man aktuell noch abwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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